Offene Gärten in MV : Seele in Gärten baumeln lassen

Petra Tschiesche (l.) plaudert mit Rosemarie Korn, die im vergangenen Jahr den Garten der Steine in Neu Mierendorf besuchte.
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Petra Tschiesche (l.) plaudert mit Rosemarie Korn, die im vergangenen Jahr den Garten der Steine in Neu Mierendorf besuchte.

Landesweite Aktion „Offene Gärten in MV“ am Wochenende – 25 Teilnehmer im Landkreis Rostock.

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08. Juni 2016, 12:00 Uhr

Eigentlich genießen Petra Tschiesche und Wolfgang Lange ihren Garten in Neu Mierendorf, in dieser Woche allerdings artet es ein bisschen in Arbeit aus. Für die landesweite Aktion „Offene Gärten in MV“ am kommenden Wochenende will alles gut vorbereitet sein. Das Neu Mierendorfer Paar will ein guter Gastgeber sein. Insgesamt öffnen in Mecklenburg und Vorpommern 130 Gärten ihre Pforten, im Landkreis Rostock sind es 25. Darunter sind viele ländliche Gärten, die der Natur viel Raum und Freiheit lassen, aber auch Einfamilienhaus-Gärten, die auf Entspannung nach getaner Arbeit setzen, Rosengärten, Kräutergärten und Gutsparkanlagen.

Zum 6. Mal sind Petra Tschiesche und Wolfgang Lange dabei. „Im Garten ist alles in Ordnung. Es gibt wieder einige neue Elemente, zum Beispiel mehr Bänke zum Verweilen“, berichtet Petra Tschiesche und fügt hinzu: „Wir freuen uns drauf.“ Nach einem „ersten Versuch“ 2010 beteiligt sich das Gut Wardow erneut an der Aktion. „Jetzt ist unser Park vorzeigbar“, sagt Jutta von Kuick. „Es ist ein Landschaftspark mit Blumen und leider ziemlich trockenem Rasen. Es fehlt der Regen“, fügt sie hinzu. Die Gäste könnten durch den Park spazieren, die Natur auf sich wirken lassen, es sich gut ergehen lassen. „Wir setzen auf Entschleunigung und bieten den Rahmen dafür“, erklärt Jutta von Kuick.

Gartenfreunde könnten mit der Broschüre (gibt es u.a. bei den Teilnehmern) in der Hand aber auch den weiteren Landkreis mit interessanten Gärten in der Bützower und Doberaner Region erkunden. Nach einer kurzen Pause öffnet beispielsweise der Naturgarten mit vielen Rosen von Heidemarie Beyer in Lübzin wieder (ausschließlich am Sonnabend). Ihr neuestes Projekt ist ein Sitzplatz mit Rundbank um einen Kastanienbaum. „Das ist jetzt mein Lieblingsplatz“, erzählt die ehemalige Güstrowerin und kündigt ein kleines Gartenkonzert am Sonnabend um 15 Uhr an. Aren Oganesian spielt Geige. Der Armenier habe vor 16 Jahren seine Heimat verlassen und war durch sein Spiel bei der Veranstaltung zum Welttag der kulturellen Vielfalt im Güstrower Barlachtheater aufgefallen. Mit dem Eintrittsgeld von einem Euro möchte Heidemarie Beyer den Kauf einer Geige für Aren Oganesian unterstützen.

Eine bunte Blumenwiese, ein großer Gemüsegarten und viele alte Obstbäume machen den Pfarrgarten in Qualitz unverwechselbar. Gudrun Schützler freut sich auf viele gute Gespräche und lädt ihre Gäste ein „die Seele baumeln zu lassen“ – unter knorrigen Bäumen bei Kuchen und Herzhaftem sicher kein Problem.

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