Großeinsatz der Feuerwehr : Schwelbrand im Bioenergiepark Güstrow

Blick auf die große Biogasanlage Güstrow
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Blick auf die große Biogasanlage Güstrow

Einsatzkräfte mussten Filter mit 7,5 Tonnen Kohle entleeren

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21. März 2014, 15:00 Uhr

Großeinsatz der Feuerwehr heute in der Früh im Nawaro-Bioenergiepark Güstrow. Gegen 5 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert, da es zu einem Schwelbrand in einem Aktivkohlefilter gekommen war. „Es ist alles glimpflich abgegangen. Wir hatten die Situation jederzeit unter Kontrolle“, sagte der stellvertretende Güstrower Wehrführer, Markus Paschen, auf SVZ-Nachfrage. „Giftige Gase sind nicht ausgetreten. Eine Gefährdung konnten wir jederzeit ausschließen, weil wir die Einsatzstelle kontinuierlich messtechnisch überwacht haben.“

Das bestätigt auch die Güstrower Polizei. Der Vorfall sei polizeilich nicht relevant, so Polizeisprecher Gert Frahm. Dennoch hatten die Einsatzkräfte ordentlich zu tun. Der mit 7,5 Tonnen Aktivkohle befüllte acht Meter lange Filter musste komplett entleert werden, um sämtliche Glutnester ablöschen zu können. „Das war sehr zeitaufwendig und personalintensiv“, so Paschen. Gegen 10 Uhr konnte der Einsatz der Wehren aus Güstrow, Sarmstorf, Karow/Lüssow, Bützow und Krakow am See beendet werden. Die Kameraden waren mit zwölf Einsatzfahrzeugen vor Ort.

Paschen geht davon aus, dass es sich um eine chemische Reaktion der Aktivkohle gehandelt hat, technisches oder gar menschliches Versagen schloss er gestern als Brandursache aus. „Der Schwelbrand wurde von den Mitarbeitern der Biogasanlage rechtzeitig bemerkt, so dass wir schnell eingreifen konnten“, sagt der stellvertretende Wehrführer. Das unterstreicht auch Burkhard Heidler von der Geschäftsleitung des Nawaro-Bioenergieparks Güstrow. „Alle Kollegen haben richtig reagiert“, sagt er. Die Schadenssumme sei allerdings noch unklar.


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