zur Navigation springen
Güstrower Anzeiger

19. November 2017 | 21:05 Uhr

Waldpädagogik : Schulwald Klueß fast komplett

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Eröffnung am 9. Oktober mit Landwirtschaftsminister Till Backhaus / „Grünes Klassenzimmer“ für Kitas und Schulen

von
erstellt am 29.Aug.2014 | 06:00 Uhr

Viele Einwohner von Klueß betrachten den gerade in ihrem Ortsteil entstehenden Schulwald mit Skepsis. Das wurde auf der jüngsten Einwohnerversammlung mit Bürgermeister Arne Schuldt deutlich. Werde das Projekt der Landesforst MV und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald richtig beworben? Wie soll die Anbindung an die „Waldwelten“ des Natur- und Umweltparks Güstrow (Nup) erfolgen? Und wird der Schulwald von Kindern und Jugendlichen überhaupt angenommen?

Matthias Poeszus, Waldpädagoge im Forstamt Güstrow und verantwortlich für den Aufbau des Schulwaldes, tritt den Skeptikern entgegen. „Bevor der Schulwald richtig angenommen werden kann, muss er erst noch offiziell eröffnet werden“, sagt er. Dafür gibt es jetzt einen festen Termin: Landwirtschaftsminister Till Backhaus kommt am 9. Oktober nach Klueß, um den neuen Schulwald seiner Funktion zu übergeben. Auch der Vorstand der Landesforst MV werde vertreten sein. Das zeige die Bedeutung des Projektes, ist sich Poeszus sicher. Er hat zudem am 9. Oktober noch drei Klassen der Güstrower Inselseeschule eingeladen, mit denen nach der Eröffnung Spiele und Führungen im neuen Schulwald veranstaltet werden sollen.

Das auch „Vielfaltwald“ genannte rund 1,5 Hektar große Gelände am Rand von Klueß sei soweit fertig. Demnächst werde das Projekt ausgiebig beworben und die Beschilderung an der Straße werde installiert. Auch will Poeszus sämtliche Schulen der Region anschreiben, um ihnen den Unterricht vor Ort – im „grünen Klassenzimmer“ – schmackhaft zu machen. Schon jetzt führt er regelmäßig Kita- und Schulgruppen in den Schulwald. Die Beschilderung im Wald werde gerade noch vervollständigt, so Poeszus. „Es wird ein Tafelsystem mit Erklärungen für jede Altersgruppe geben“, sagt er. „Man kann hier Unterricht draußen machen, auch in dem ebenfalls vorhandenen dendrologischen Garten.“ Auch einen Orientierungslauf für Kinder und Jugendliche mit Kompass und Karte will der Forstmann anbieten.

Angestrebt werde auch die Verknüpfung mit den „Waldwelten“ im Nup, die an Klueß angrenzen, erklärt Poeszus. „Wir wollen einen Weg von den ,Waldwelten’, vorbei am Sportplatz Klueß, zum Schulwald“, sagt er. In Diskussionen mit dem Nup werde gerade nach einer günstigen Variante der Anbindung gesucht.

Die im Klueßer Schulwald vermittelte Waldpädagogik nimmt für den Forstamtsmitarbeiter einen großen Stellenwert ein. „Die Waldpädagogik legt den Grundstein, um den Wald wahrzunehmen, ihn zu schätzen und zu achten“, ist Poeszus überzeugt. „Erst dann kann man den Wald auch schützen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen