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Güstrower Anzeiger

17. November 2017 | 20:47 Uhr

Güstrow : Schulwald am Inselsee abgesoffen

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Der Schulwald am Inselsee wird aufgegeben und an einem anderen Standort in Klueß neu aufgebaut. Nach dem vielen Regen mussten man erkennen, dass der Standort nicht zum Aufbau eines Waldes geeignet ist.

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erstellt am 28.Feb.2012 | 08:22 Uhr

Güstrow | Der Schulwald am Inselsee wird aufgegeben und an einem anderen Standort in Klueß neu aufgebaut. Der Förderverein Region Güstrow hat die Umzäunung der 2008 als Schulwald deklarierten etwa zwei Hektar großen Fläche in der Nähe der Bauhofer Bucht bereits abgebaut und Einrichtungen wie das Insektenhotel oder das Mobiliar des "Grünen Klassenzimmers" gesichert.

"Vor allem nach dem vergangenen verregneten Sommer mussten wir erkennen, dass der Standort Inselsee nicht zum Aufbau eines Waldes geeignet ist. Wir sind regelrecht abgesoffen und das viele Wasser hat zu einem teilweise moorastigen Untergrund geführt. Außerdem verursachte der starke Nachwuchs von Gräsern einen hohen Pflegeaufwand, den wir auf Dauer nicht leisten können", sagt Burkhard Bauer, Geschäftsführer des Fördervereins und Vorsitzender des Schulwald-Beirates.

So fiel in Abstimmung mit den anderen Beiratsmitgliedern - Schule am Inselsee, Schulamt, Schutzgemeinschaft deutscher Wald und Forstamt - die Entscheidung, sich von dem Gelände zu verabschieden. Die Frage, ob diese Entwicklung nicht vorhersehbar gewesen wäre, beantwortete Bauer mit dem Hinweis, dass zum damaligen Zeitpunkt keine andere Fläche zur Verfügung gestanden habe.

Nun sei die Landesforst eingesprungen und habe ein geeignetes Areal in der ehemaligen Forstschule in Klueß ausgewiesen. Dorthin werden auch die vom Förderverein reparierten Bänke des "Grünen Klassenzimmers" und das "Insektenhotel" umgesetzt. Unter dem Motto "Vielfalt Wald" will das Forstamt Güstrow den Schulen und Kindertagesstätten hier demnächst ein waldpädagogisches Programm anbieten, dessen Schwerpunkt auf Pflanzarbeiten liegt.

"In der alten Forstschule gibt es eine Fläche, auf der ungefähr 30 verschiedene Baumarten als eine Art dendrologischer Garten’ angelegt wurden. Diese sollen beschriftet werden und bilden einen Teil des Schulwaldes. Auf dem Nachbarareal ist ein Kiefern-Bestand, der nach und nach zu einem Laubwald umgestaltet werden soll", schildert Thomas Langer, Mitarbeiter im Forstamt Güstrow. Auch eine Allee, auf der alle "Bäume des Jahres" seit 1989 gepflanzt werden, ist in Klueß wieder vorgesehen.

Zur Erweiterung des Nutzerkreises sollen ein ökologischer Spielplatz, eine Bodengrube, ein Weidenlabyrinth sowie ein Hochsitz angelegt werden. Die Einweihung des neuen Schulwaldes, der zwar ebenfalls umzäunt, aber jederzeit für jedermann zugänglich sein soll, ist für Ende April geplant.

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