Dorfschule : „Schulschiff“ in gutes Fahrwasser gelenkt

Ulrike Lübbert (r.) ist seit drei Jahren Lehrerin, Schulleiter Michael Pietschmann demnächst sechs Jahre an der Evangelischen „Johannes-Schule“ in Langhagen.
Ulrike Lübbert (r.) ist seit drei Jahren Lehrerin, Schulleiter Michael Pietschmann demnächst sechs Jahre an der Evangelischen „Johannes-Schule“ in Langhagen.

Seit sechs Jahren ist Dr. Michael Pietschmann Leiter der Evangelischen Schule in Langhagen

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12. Januar 2016, 21:00 Uhr

Im Februar werden es sechs Jahre, in denen Dr. Michael Pietschmann als Schulleiter an der Evangelischen „Johannes-Schule“ in Langhagen tätig ist. Neben der Verwaltungsarbeit unterrichtet der 45-Jährige die Schüler der privaten Dorfschule und arbeitet mit ihnen im Zisch-Projekt der SVZ. Pietschmann hatte in den vergangenen fünf Jahren viel zu tun, um die Schule auf einen guten Kurs zu bringen. Jetzt schaut er positiv in die Zukunft.

Dabei sah es nicht gerade rosig aus, als Michael Pietschmann angefragt wurde, die Schulleitung zu übernehmen. „Mit 38 Schülern hatte ich die Schule übernommen, heute sind es 70 Kinder in den Klassen 1 bis 6“, erzählt er. Die Lage vor fünf Jahren sei dramatisch gewesen. Das Konzept wurde überarbeitet und eine gute Mischform von Reformpädagogik und Frontalunterricht gefunden. Das war dem gebürtigen Ilmenauer wichtig. Neben der Wissensvermittlung geht es ihm auch um soziale Werte. „Unsere Schüler verfügen über eine hohe Sozialkompetenz. Die älteren Schüler kümmern sich um die jüngeren“, wurde dem Schulleiter auch schon von weiterführenden Schulen bestätigt.

Pietschmann studierte Deutsch, Geschichte und Philosophie und unterrichtet zumeist die Orientierungsstufen. Er ist in Rostock zu Hause, war viele Jahre Hochschullehrer und gründete eine Schule in Dettmannsdorf, südwestlich von Ribnitz-Damgarten. Doch der engagierte Lehrer hat auch noch ein Psychologiestudium absolviert. „Den Schritt nach Langhagen habe ich nicht bereut. Es gibt so viele begabte Kinder“, sagt er.

„Im Februar würde ich gern ein Wintersport-Camp durchführen“, plant der Schulleiter. Außerdem sind neben dem Unterricht viele andere kleine Bausteine für ihn wichtig. So wird Schwimmunterricht organisiert und es gibt Unterricht in der Umgebung. Auf die Lesekompetenz der Schüler legt er ebenso großen Wert wie auf eine zweite Fremdsprache. Daneben spielen die kirchlichen Feiern im Schulalltag ebenso eine Rolle. „Es muss schon ersichtlich sein, dass es eine evangelische Schule ist“, sagt Michael Pietschmann, der sieben Lehrer, Sekretärin, Hausmeister und Hauswirtschaftskraft an seiner Seite hat.

Ohne einen Mann für die Finanzen geht es in einer solchen Schule aber nicht. Klaus Gero Zimmermann gründete mit anderen vor neun Jahren die Schule in Langhagen und noch immer kümmert er sich im Ehrenamt um die Buchhaltung. „Ihm bin ich sehr verbunden und zu Dank verpflichtet“, sagt Pietschmann. Solche Hilfe wird auch weiterhin benötigt.

Stück für Stück wird das Schulhaus aufgemöbelt – immer so weit, wie das Geld reicht. In diesem Jahr ist der Innenhof an der Reihe. Außerdem sollen einige Fenster und ein Teil der Heizungsanlage erneuert werden. „Wir sind auf einem guten Weg“, ist sich Pietschmann sicher. Bereits 17 Anmeldungen gibt es für die 1. Klasse im nächsten Schuljahr. Abzuwarten bleibe, wie sich die Schulstruktur entwickeln werde. Doch der Schulleiter ist optimistisch.  

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