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Neues Lehrforstamt Güstrow : Schulen und Wald rücken noch enger zusammen

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Die Landesforst, die Fachschule für Agrarwirtschaft des Landes und die Berufsschule des Landkreises intensivieren ihre Zusammenarbeit. Ziel ist es, die Ausbildung der künftigen Forstwirte zu verbessern.

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erstellt am 20.Dez.2012 | 06:20 Uhr

Güstrow | Das Lehrforstamt Güstrow ist auf den Weg gebracht. Gestern wurde dazu eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Landesforst, der Fachschule für Agrarwirtschaft des Landes sowie der Berufsschule des Landkreises abgeschlossen. Das Lehrforstamt intensiviert die Zusammenarbeit zwischen diesen drei Partnern. Denn die Ausbildung zum Forstwirt findet im dualen System laut Berufsbildungsgesetz und Schulgesetz statt. Die Berufsschulausbildung und die Überbetriebliche Ausbildung (ÜBA) sind am Standort Güstrow-Bockhorst an der Fachschule und an der Beruflichen Schule organisiert. Die praktische Ausbildung findet in Ausbildungsforstämtern statt. Wegen der räumlichen Nähe des Forstamtes Güstrow zum Berufsschulcampus Güstrow-Bockhorst, seiner natürlichen Ausstattung und der vielfältigen Waldbestände wird die Landesforst mit dem Lehrforstamt Güstrow die theoretische Berufsausbildung über diese Zusammenarbeit hinaus unterstützen. Im Lehrforstamt werden die Azubis durch praxisbezogenen Unterricht, Übungen und Exkursionen die Theorie der Berufsschulausbildung vertiefen.

Das Lehrforstamt unterstützt die Fachschule z.B. mit Motorkettensägenkursen im 1. Lehrjahr, Pflanzverfahren, Freischneidereinsatz und spezielle Fällmethoden im 2. Lehrjahr sowie mit praktischen Rückekursen am Trag- und Seilschlepper im 3. Ausbildungsjahr. Für die Berufsschule veranschaulicht das Lehrforstamt die Theorie z.B. in der Bodenkunde, der Pflege von Waldbeständen, der Holzernte und im Waldwegebau.

In der Runde der Forstleute, Lehrer und Azubis gab es gestern nur Zuspruch zu der Vereinbarung. Landesforst-Vorstand Sven Blomeyer erhielt Beifall als er ankündigte, nicht nur auszubilden sondern trotz schwieriger Bedingungen Azubis zu übernehmen. "Wir werden künftig pro Jahr nicht nur zwei sondern fünf Forstwirte einstellen", sagte er. Dr. Gisela Spangenberg, Leiterin der Fachschule, sieht im Lehrforstamt nach der Auflösung der Forstschule Klueß die "ideale Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis" für die 60 Lehrlinge in Güstrow-Bockhorst. Regina Hemesath, Leiterin der Beruflichen Schule, erklärte: "Das Lehrforstamt wird die theoretische Ausbildung befruchten." Jörg Dähn, Fachlehrer für Forstwirtschaft an der Beruflichen Schule, erläuterte die Konzeption und verwies auf schon Geleistetes wie die sieben Exkursionen vom 17. Oktober bis gestern.

Azubi Hans Brunck aus Ziegendorf (Forstamt Ludwigslust), Forstwirt-Lehrling im 2. Lehrjahr, freut sich, dass Theorie und Praxis noch besser verknüpft werden. "Da kann ich noch besser in meinen Beruf einsteigen, wenn ich die Lehre beendet habe", meint er. Sehr gut findet er auch den Lehrlingsaustausch in Ungarn und Finnland. "Ich habe in Ungarn über den Tellerrand geschaut und viel gelernt", berichtete er.

Auch der scheidende Güstrower Forstamtsleiter Axel Stein (wir berichteten), lobt diesen Schritt. Er erwartet durch das neue Lehrforstamt eine weitere Erhöhung der Qualität der Nachwuchsausbildung.

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