Diekhof : Schule sanieren oder neu bauen

Bürgermeister Rolf Matschinsky zeigt es: Flure, Treppenaufgang und Klassenzimmer sind klein und eng – damit muss man im Altbau zurechtkommen– , können aber attraktiver gestaltet werden.
Bürgermeister Rolf Matschinsky zeigt es: Flure, Treppenaufgang und Klassenzimmer sind klein und eng – damit muss man im Altbau zurechtkommen– , können aber attraktiver gestaltet werden.

Erhalt der Diekhofer Grundschule steht außer Frage - Gutachten soll Grundlage für Entscheidung liefern.

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30. Januar 2018, 21:00 Uhr

Mit 71 Schülern – demnächst durch Zuzug 73 – in den Klassen 1 bis 4 ist die Grundschule „Am Schmooksberg“ in Diekhof eine kleine Schule mit familiärem Charakter. Hier kennt jeder jeden. Aber die gute inhaltliche Arbeit und das äußere Erscheinungsbild der Schule seien nicht mehr stimmig, sagt Schulleiterin Gerlind Elgner. „Beides reibt sich aneinander“, fügt ihre Stellvertreterin Karena Schwanke hinzu. Es sei an der Zeit für Sanierungen. Warte man noch länger, könne es ein ganz großes Ding werden. Gegebenenfalls sei dann auch ein Neubau in Betracht zu ziehen.

Ein Sachverständiger soll jetzt erst einmal eine Bestandsaufnahme machen, darauf einigten sich die Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung. „Wir müssen über den Zustand und daraus resultierende Sanierungen sowie über die zu erwartenden Kosten Bescheid wissen“, sagt Bürgermeister Rolf Matschinsky. Nach Sanierungen in den 1990er-Jahren (z.B. neue Heizung) hatte die Gemeinde aufgrund ihrer finanziell prekären Lage in den vergangenen Jahren kaum eine Möglichkeit in die Schule zu investieren. Nur das Notwendigste geschah. Auch sei man sich in der Vergangenheit nicht immer sicher gewesen, ob die Grundschule Bestand haben werde. Eine weiterführende Schule gibt es schon seit Jahren nicht mehr in Diekhof. Das neuere Schulhaus war damals abgerissen worden. „Schade eigentlich, aber damals war es die richtige Entscheidung“, sagt Dirk Stüdemann, seit vielen Jahren Gemeindevertreter. Leerstand über die Jahre hätte das Gebäude ruiniert.

„Wir können nicht mehr ewig warten“, betont Schulleiterin Gerlind Elgner und fügt hinzu: „Wir gehen davon aus, dass wir auch in den nächsten Jahren immer um die 70 bis 75 Schüler haben werden.“

„Dieses Jahr schicken wir den Maler in die Klassenzimmer“, berichtet der Bürgermeister. Im nächsten Jahr sollen die Sanitäranlagen erneuert werden. Die sind noch aus DDR-Zeiten. Hausmeister Dirk Stüdemann habe schon viel unternommen, um Gerüchen entgegenzuwirken, erzählen die Lehrerinnen. „Aber das Problem sitzt tiefer“, urteilt der Hausmeister. Eine Dachdämmung sei völlig unzureichend. Die Heizungsanlage in die Jahre gekommen und die Rohrleitungen der Heizung, die seinerzeit nicht erneuert wurden, wohl schon um die 80 Jahre alt. „Es ist ein solider Bau, aber der Zahn der Zeit nagt“, fasst Dirk Stüdemann. Das ehemalige Offizierskasino war in den 1930er-Jahren errichtet worden.

„Ohne Schule ist Diekhof nicht vorstellbar. Es würde etwas fehlen“, sagt Dirk Stüdemann. Darin seien sich die Gemeindevertreter einig. fügt Bürgermeister Matschinsky hinzu. Für den Wohnstandort Diekhof seien Schule, Sporthalle und Dorfgemeinschaftshaus ebenso wie die Kindertagesstätte essenziell. Für Entscheidungen benötige man nun das Gutachten. Dann könne über Sanierung – sicher über viele Jahre hinweg – oder auch über einen Neubau entschieden werden. Eines aber sei jetzt schon sicher: Ohne Fördermittel könne die Gemeinde nichts ausrichten, so Matschinsky.

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