Hoppenrade : Schuldenberg steigt

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Mit einem Defizit verabschiedet die Gemeindevertretung den Etat 2014 für Hoppenrade. Die freiwilligen Leistungen bleiben deshalb wie schon in diesem Jahr auf null gefahren.

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17. Dezember 2013, 02:00 Uhr

Mit einem Defizit verabschiedet die Gemeindevertretung den Etat 2014 für Hoppenrade. „Die freiwilligen Leistungen bleiben deshalb wie schon in diesem Jahr auf null gefahren“, sagt Bürgermeister Dieter Massmann. Kleinere Feste könne man somit nur wieder von Sponsoren finanzieren lassen. Die Gemeindevertreter verzichteten darauf, die Hebesätze weiter aufzustocken. Grundsteuer A und B sowie Gewerbesteuer – in allen drei Bereichen bleibt es bei 300 Prozent. Massmann: „Würden wir die Steuern erhöhen, hätten wir das Problem auch nicht gelöst. Das brächte maximal 8000 Euro, wir brauchen aber 80 000!“ Und da wäre die Altfehlbetragsumlage, deren Höhe der Gemeinde noch nicht mitgeteilt worden sei, noch gar nicht mit drin.

„Aber in die Knie zwingt uns die Kreisumlage“, sagt Dieter Massmann. Ohne es wirklich beurteilen zu können, das betont Massmann, sollte der Landkreis sich dennoch „zumindest mal hinterfragen, ob seine Personalstruktur stimmt“. Und um auf das Thema doch noch zurück zu kommen: „Sicher sind die Rücklagen, die in Schwerin gebildet werden, notwendig. Aber für uns in den Gemeinden bleibt die Frage, wer die Altschulden der Landkreise je bezahlen soll.“ Das müsste doch, meint der Hoppenradener Bürgermeister, mit z.B. solchen Rücklagen zu regeln sein. So, wie die Situation sich jetzt darstelle, glaubt Massmann jedenfalls nicht, dass „sein“ Haushalt in den nächsten fünf… sechs Jahren auszugleichen geht.

Den Fehlbetrag schiebe die Gemeinde wie schon vorangegangene vor sich her. Mit rund 330 000 Euro stecke Hoppenrade mittlerweile in der Kreide, überschlägt Massmann grob. Folge: Jede Ausgabe über 500 Euro müsse man seit drei Jahren bei der Kommunalaufsicht beantragen. Von der gäbe es Forderungen, deren Sinn der Bürgermeister nicht einsehen mag. So werde die Beschäftigung von zwei fest angestellten Gemeindearbeitern moniert. „Die machen bei uns alles: Grünschnitt, Winterdienst, Veranstaltungen organisieren…, die sind gar nicht ersetzbar. Eine Bestellung von Firmen dafür wäre viel zu teuer. Allein ein ausgelagerter Winterdienst würde die Gemeinde 80 000 Euro kosten. Und dabei geht einer der beiden Kollegen 2015 sowieso in Rente“. Dass deren Entlassung auch wirklich eine Entlastung des Haushalts mit sich bringen würde, sieht Massmann im Reich der Legenden.

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