krakow am see : Schul-Wunsch an die Politik

Krakower Schule feierte Sonnabend 40-jähriges Bestehen / Neubau 1974: Meilenstein für die Stadt

svz.de von
07. Juli 2014, 06:00 Uhr

Heike Watzke, die Schulleiterin der Regionalen Schule mit Grundschule Krakow am See, hat einen Wunsch. Der Zeitpunkt hätte nicht besser gewählt werden können als beim 40. Geburtstag, den diese Schule Sonnabend feierte. Und zwar ging der in Richtung Politik, die Voraussetzungen schaffen muss, wie sich die Schullandschaft entwickelt. „Die Politiker müssen sich für die nächste Zukunft rechtzeitig Gedanken machen, wie es mit solchen Schulen wie in Krakow am See weiter geht. Vorausgesetzt, auch der Schulträger, die Stadt, hat weiter die Möglichkeiten“, sagte die Pädagogin im SVZ-Gespräch. Für Heike Watzke sind vor allem die starren Formen der vorgegebenen Schülerzahlen bei der Einstiegsklasse 5 einer Regionalen Schule keine Lösung für die Zukunft. Verharre man dabei, würden gut funktionierende Schulen wie die Krakower als „Zentren von Bildung, Kunst und Kultur“ aufs Spiel gesetzt. Ziel müsse es daher sein, so die Schulleiterin, der demografischen Entwicklung zum Trotz, Kindern und Jugendlichen in der unmittelbaren Region die Möglichkeit zu geben, zu lernen und die Freizeit zu verbringen. Dabei hob sie die Verbundenheit mit vielen Partnern hervor: Feuerwehr, Schützen, Ruderverein, Boxer, Handballer, Karnevalisten, Schulförderverein, Bibliothek.

Dass die Stadt den Standort erhalten und erweitern will – im Augenblick ist er sicher – betonte Bürgermeister Wolfgang Geistert. Ein Beleg sind u.a. die 2,5 Millionen Euro, die der Schulträger seit der Wende in die Sanierung sowie den Bau einer Sporthalle und eines Sportplatzes steckte. Geistert: „Wir werden uns weiter nach unseren Möglichkeiten um die Schule kümmern.“

Die Gedanken und Gespräche Sonnabend gingen aber auch zurück an den Anfang der 40-jährigen Geschichte dieser Schule. Ihr Bau war, wie es der Bürgermeister betonte, „ein Meilenstein für die Entwicklung der Stadt“. Denn bis dahin waren die Bedingungen schlecht, weil die „Storchenschule“, die Alte Synagoge und der Schulteil in Dobbin nicht mehr ausreichten. Mit der Eröffnung 1974 verbesserten sich die Lern- und Arbeitsbedingungen für Schüler und Lehrer „schlagartig“, unterstrich Heike Watzke. Die kann das übrigens von allen Seiten einschätzen: als Schülerin, als Mutter, als Lehrerin und seit 2013 als Schulleiterin.

Wie eine Generation nach der anderen durch die Schultüren gingen, belegte auch Amtsvorsteher Wilfried Baldermann. Drei Kinder von ihm und fünf von seinen acht Enkeln lernten in der Schule. Aktuell sind es zwei und „einer ist in Reserve“, erzählte er bei der Begrüßung. Weiter betonte er die Hilfe der Schule durch das Amt über den Lokalen Aktionsplan (LAP), in dem in diesem Jahr 90 000 Euro – 20 000 mehr als angekündigt – ausgegeben werden. „Da fällt natürlich auch wieder was für die Schüler ab“, kommentierte er.

Als es vor 40 Jahren losging, tummelten sich 700 Schüler in den Klassen. Heute sind es rund 280… In den 40 Jahren verließen 2000 Schüler die Schule und 123 Lehrer stehen in der Statistik. Viele ehemalige Schüler und Lehrer begaben sich aufs Nostalgietour durch das Schulhaus, darunter Michaela Reisberg (1977-1987) und Tochter Anne-Christin (2002-2012).

Die Einstimmung auf den Tag übernahmen die Schüler mit einem bunten Programm mit Trommeln, Tänzen und viel Musik.

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