Krakow am See : Schützenverein baut auf die Jugend

Der Vorstand der Krakower Schützengarde 2000 vor der neuen Vereinsfahne: Schießsportleiter Horst Schelski, Präsident Wolfgang Fentzahn, Schatzmeisterin Silke Wartenberg und Vize-Präsident Manfred Schwass (von links).  Fotos: Christian Menzel
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Der Vorstand der Krakower Schützengarde 2000 vor der neuen Vereinsfahne: Schießsportleiter Horst Schelski, Präsident Wolfgang Fentzahn, Schatzmeisterin Silke Wartenberg und Vize-Präsident Manfred Schwass (von links). Fotos: Christian Menzel

SVZ-Serie „Vereine in der Region“: Krakower Schützengarde 2000 lebt Geselligkeit, Gemeinschaft und Frohsinn.

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26. Februar 2018, 12:00 Uhr

Eine Kleinstadt wie Krakow am See und zwei Schützenvereine? Wolfgang Fentzahn und seine Mitstreiter sind froh, dass sie sich 1999 von der Krakower Schützenzunft getrennt und am 18. Februar 2000 die Krakower Schützengarde 2000 gegründet haben. „Der Streit hatte sich an der Jugendarbeit entzündet. Einige waren der Meinung, Kinder und Jugendliche im Verein sind nur ein Kostenfaktor. Wir aber sind überzeugt, dass wir auch etwas für die Zukunft des Vereins tun und jungen Leuten einen Ort für eine sinnvolle Freizeitgestaltung anbieten sollten“, stellt Wolfgang Fentzahn, Präsident der Schützengarde, die unterschiedlichen Positionen dar.


Neue Heimat in der Lohnmühle

Und so finden sich in seinem Verein acht Kinder und Jugendliche, die regelmäßig am Freitagnachmittag zum Training kommen und erfolgreich an Wettkämpfen im Land teilnehmen. „Unsere Schatzmeisterin, Silke Wartenberg, kümmert sich sehr intensiv darum und fährt mit den Jugendlichen zu vielen Wettbewerben. Das wöchentliche Training mit unseren jüngsten Mitgliedern liegt in den Händen von Jürgen Goll“, gibt der Präsident Auskunft.

Zu den ersten Maßnahmen des Vereins nach der Gründung gehörte, sich in der ehemaligen Lohnmühle von Albert Fentzahn eine Heimstatt einzurichten. 1999 hatte Wolfgang Fentzahn – nicht verwandt mit dem Müller – das Gebäude erworben. „In vielen Arbeitsstunden und mit nicht unerheblichen privaten Mitteln haben wir uns eine Zehn-Meter-Bahn für Luftdruckwaffen und gemütliche Räumlichkeiten zum Feiern aufgebaut“, berichtet Vizepräsident Manfred Schwass stolz.

Partnerschaft mit polnischem Verein

Soll Klein-und Großkaliber, sowie Trapp geschossen werden, reisen die Mitglieder der Schützengarde einmal im Monat nach Plauerhagen. Viel Wert legen die Schützen auf Geselligkeit, Gemeinschaft und Frohsinn. So geht es jedes Jahr im Sommer für ein verlängertes Wochenende mit Kind, Kegel und Hund in ein Camp nach Muggerkuhl an der Grenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.

Dort wird der Schießplatz genutzt, gemeinsam Mahlzeiten zubereitet und für die Kinder ein umfangreiches Programm organisiert. Vereinsmeisterschaften, das Ermitteln von Schützenkönig und -königin, der Königsball am zweiten November-Wochenende in der Gaststätte am Jörnberg und das Weihnachtsschießen sind weitere Höhepunkte im Vereinsleben. Gepflegt werden auch Partnerschaften. So mit dem Schützenklub „Diana“ aus Bamberg und mit dem Schützenverein aus Krakows polnischer Partnerstadt Ujscie. In Polen ließen sich die Krakower auch eine neue Fahne anfertigen, die das Wappen des Luftkurorts und der Partnerstadt trägt. „Eigentlich war diese Anschaffung erst zur 20-Jahr-Feier unseres Vereins 2020 geplant“, sagt Fentzahn.

Für dieses Fest laufen die Planungen bereits. So soll es nach mehrjähriger Pause wieder einen Schützenumzug geben. Zu den Vorhaben gehört auch, eine elektronische Schießanlage anzuschaffen, die den leidigen Seilzug ersetzt. Für die dazu notwendige Investition hoffen die Schützen auf einen Zuschuss der Stadt. Schließlich können sie mit ihrer vorbildlichen Kinder- und Jugendarbeit ein gewichtiges Argument in die Waagschale werfen.

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