Asylbewerberunterkunft Güstrow : Schüsse in Südstadt: Tatverdächtige ermittelt

Von einem Balkon der Asylbewerberunterkunft in der Güstrower Südstadt fielen Sonntagabend die Schüsse.
Von einem Balkon der Asylbewerberunterkunft in der Güstrower Südstadt fielen Sonntagabend die Schüsse.

Zwei Männer sollen mit Luftgewehr geschossen haben. In sozialen Netzwerken kommt es zu rechtsextremen Anfeindungen.

23-11367748_23-66109653_1416395934.JPG von
17. März 2015, 21:00 Uhr

Nach den Schüssen vom Balkon der Asylbewerberunterkunft in der Güstrower Südstadt am Sonntagabend (SVZ berichtete) hat die Polizei jetzt zwei Tatverdächtige ermittelt, die gestern den ganzen Tag vernommen wurden. Dabei räumten die beiden 28 und 22 Jahre alten Asylbewerber aus Albanien ein, dass sie die Schüsse mit dem Luftgewehr in Richtung einer Spaziergängerin abgaben, aber niemanden ernsthaft verletzen wollten, informiert Isabel Wenzel, Pressesprecherin Polizeipräsidium Rostock.

„Im Zusammenhang mit der zu klärenden Frage, woher die Waffe stammt, stießen die Ermittler auf Anhaltspunkte für weitere Straftaten“, so Wenzel weiter. Dazu zählen Einbruchsdiebstähle in eine Gartenlaube sowie in mehrere Keller, die sich in den vergangenen Tagen im unmittelbaren Umfeld in Güstrow ereignet hatten. Ein Teil der entwendeten Gegenstände konnte bereits an die Eigentümer zurückgegeben werden.

Der Vorfall vom Sonntagabend führte unterdessen auch zu strafbaren Reaktionen in sozialen Netzwerken, informiert Wenzel. Danach habe sich ein Nutzer veranlasst gesehen, ausländerfeindliche Bedrohungen zu posten. „Durch unverzügliche polizeiliche Maßnahmen konnte ein 27-jähriger Rostocker als Urheber dieser Meldungen identifiziert werden“, sagt die Pressesprecherin. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Rostock erfolgte zur Sicherstellung von Beweismitteln eine Durchsuchung seiner Wohnung. Hierbei wurde der Mann nicht angetroffen. Er ist zur Zeit unbekannten Aufenthaltes. Die Ermittlungen zu einem weiteren Tatverdächtigen laufen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen