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Güstrower Anzeiger

18. November 2017 | 09:35 Uhr

Güstrow : Schülerdemo gegen Rassismus

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die Schüler der Freien Schule Güstrow organisieren MV-weit den größten Schülerstreik. Morgen gehen sie mit rund 300 Teilnehmern in der Barlachstadt gegen Rassismus auf die Straße.

von
erstellt am 26.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Morgen wird es laut, denn die Freie Schule Güstrow holt den bundesweiten Aktionstag „Jugend demonstriert gegen Rassismus“ für MV in die Barlachstadt. Lehrerin Hanka Gatter hatte den Schülern der neunten und zehnten Klassenstufe den Vorschlag gemacht sich hier zu engagieren und stieß damit auf großes Interesse bei ihren Schülern. „Einmal in der Woche bin ich mit Schülern dieses Kurses in der Gemeinschaftsunterkunft im Waldweg und Anfang des Jahres haben wir uns schon intensiv mit Flucht und Rassismus beschäftigt“, erzählt die Lehrerin.

„Zunächst haben wir uns noch einmal inhaltlich mit dem Thema auseinandergesetzt und unsere wichtigsten Ziele formuliert“, sagt Zehntklässler Lucas Mundt, der die Organisationsgruppe leitet. So sprechen sich die Schüler gegen Rassismus und Fremdenhass und für Demokratie, Toleranz und die Wahrung der Menschenrechte aus. „Auch sind wir gegen Rassismus an Schulen und fordern mehr Aufklärung und Akzeptanz“, fügt Lucas Mundt hinzu. In den vergangenen drei Wochen haben die Schüler der Freien Schule ihre MV-weite Demonstration organisiert – Redebeiträge geschrieben und eingeworben, Technik angefragt, Gespräche mit Ordnungsamt und Polizei geführt, Transparente gestaltet und Schlachtrufe geschrieben. „Das war schon eine interessante Erfahrung. Wir haben ja nicht gewusst, was alles hinter der Organisation einer solchen Veranstaltung steht“, sagt Lucas Mundt weiter und Schülersprecher Janosch Beck fügt hinzu: „Die Demo ist bis 16 Uhr angemeldet. Wir starten um 10 Uhr am Bahnhof und ziehen dann in Richtung Gemeinschaftsunterkunft in der Werner-Seelenbinder-Straße, wo es gegen 11.30 Uhr eine erste Kundgebung mit Musik und einem Redebeitrag einer Geflüchteten geben wird. Danach geht es weiter in Richtung Markt.“

Zum großen Finale ihres Schulstreiks planen die Schüler ein riesiges Peace-Zeichen geformt aus den Demonstranten vor dem Rathaus. „Wir hoffen, dass uns das gelingt“, sagt Janosch Beck. 250 bis 300 Teilnehmer erwarten die Jugendlichen am Mittwoch in der Barlachstadt. Und obwohl es bereits rechte Anfeindungen gegen den Aktionstag gab, geben die Schüler nicht klein bei. „Im Gegenteil, das hat mich eigentlich noch mehr bestärkt“, sagt Lucas Mundt und seine Mitschüler pflichten ihm bei. Daher hoffen die Jugendlichen umso mehr auf eine rege Beteiligung und rufen zur aktiven Teilnahme auf.

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