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Barlachstiftung Güstrow : Schüler und Barlach im Einklang

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Klasse 10d des Güstrower Brinckmangymnasiums stellt Zeichnungen zum Projekt „Barlach mal anders“ aus

Die Ernte eines Projektes, das im September in der Klasse 10d des John-Brinckman-Gymnasiums begann, ist derzeit in der Gertrudenkapelle in Güstrow zu sehen. Unter dem Titel „Barlach mal anders“ sind auf Staffeleien 16 Kreide- und Kohlezeichnungen von Barlachplastiken neben den Originalen aufgestellt. Unter dem gleichen Motto lief auch das im Wahlpflichtfach Kunst gestartete Projekt, das die museumspädagogische Mitarbeiterin der Barlachstiftung, Franziska Hell, und die Kunsterzieherin Irene Heinze leiteten.


Eigene Sichtweisen entwickelt


„Wir haben uns oft in der Gertrudenkapelle getroffen, etwas aus Barlachs Leben erfahren und sein Werk kennen gelernt. Danach hat sich jeder eine Plastik gesucht und sich intensiv damit beschäftigt“, erzählt Marie Rußbüldt. Die 16-Jährige entschied sich für die Skulptur „Frau im Wind“, die Ernst Barlach 1932 als Teil des Frieses „Gemeinschaft der Heiligen“ für die Katherinenkirche in Lübeck schuf. Über Skizzen und Fotos entstanden nach und nach Kohlezeichnungen. „Aufgabe war es nicht, die Plastiken so originalgetreu wie möglich abzubilden. Vielmehr ging es darum, eigene Sichtweisen zu entwickeln und in der Zeichnung zum Ausdruck zu bringen“, erklärt Irene Heinze. Die Nachbarschaft von Original und Schülerzeichnung ermöglicht es dem Besucher der Ausstellung, die Intentionen der Gymnasiasten nachzuvollziehen.

Während die Schau in der Gertrudenkapelle bis zum 13. Januar läuft, ist das Projekt „Barlach mal anders“ noch nicht abgeschlossen. „Mit etwa der Hälfte der Schüler werden wir bis März weitermachen. Geplant sind verschiedene Stationen, wie ein Besuch des Atelierhauses oder das Modellieren mit Ton“, blickt Franziska Hell voraus. Vor Ort sollen die Schüler zu ausgewählten Werken Barlachs recherchieren und Vorträge erarbeiten. Auch in die Gertrudenkapelle werden die Schüler noch einmal zurückkehren und eine Führung anbieten. Marie Rußbüldt freut sich auf die Fortsetzung. Durch die Beschäftigung mit Barlachs Plastiken hat sie Appetit auf mehr bekommen und ist gespannt, was sie in den nächsten Wochen erwartet.

Für Franziska Hell, die im Sommer vergangenen Jahres ihre Arbeit in der Barlachstiftung aufnahm, ist es das erste größere Projekt, das sie begleitet. Sie hat bereits viele weitere Ideen entwickelt, wie sie Kinder und Jugendliche an die Kunst des Güstrower Bildhauers heranführen kann. Darüber sprechen will sie aber erst, wenn alles vorbereitet ist.

 


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