Kinderzirkus : Schüler schnuppern Zirkusluft

Viel Beifall gab es für das Jonglieren mit Tellern.
Viel Beifall gab es für das Jonglieren mit Tellern.

Erlebnisreiches Projekt für die Fritz-Reuter-Grundschule Güstrow mit dem Zirkus „Phantasia“ Soltau im Van-der Valk-Resort Linstow

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07. November 2015, 06:00 Uhr

300 Schüler der Fritz-Reuter-Grundschule Güstrow sitzen in der Manege und singen so laut sie können „Der Clown“ von „Neumis Rock Circus“, ein DDR-Klassiker, wenn es um Zirkus geht. Die Zuschauer – Eltern, Großeltern, Freunde, Verwandte, Bekannte – klatschen frenetisch mit. Für die meisten ist das Gänsehaut pur, was die Schüler, ihre Kinder und ihre Enkel abliefern bzw. vorher in zwei Stunden im Mit-mach-Zirkus „Phantasia“ aus Soltau zeigten.

Der gastiert seit Montag im Van-der-Valk-Resort Linstow, das sein Gelände wegen Platzmangels auf dem Fritz-Reuter-Schulhof bereit stellte. Für die Soltauer Profi-Artisten war das die 35. von 40 Projektwochen im Jahr, in denen sie in Schulen sind. 9000 Kinder erleben das jährlich deutschlandweit.


Jonglage, Zauberei, Akrobatrik und Clowns


Was die Fritz-Reuter-Schüler an zwei Tagen als Jongleure, Akrobaten, Zauberer, Trapez-Künstler und Clowns probten, zeigten sie seit Donnerstag in Vorstellungen, vier für Eltern, Großeltern und Freunde, sowie zwei für Kitas und soziale Einrichtungen sowie Linstower Urlaubsgäste. Hier war die SVZ dabei.

Die Kinder nahmen die Zuschauer auf eine Reise ins Land „Phantastasia“ mit. Sie begann damit, dass aus der erwachsenen Anastasia, die sich an ihre Kindheit erinnert, die kleine Anastasia wurde, gespielt von Katja Vorbeck aus der 2 a. Sie verknüpfte mit Lars Wasserthal, Geschäftsführer der Zirkus „Phantasia“ GmbH, immer wieder die Programmpunkte. Es begann mit Schwarzlicht-Theater der Erstklässler. Dann folgten Tänze und Sprünge auf dem Drahtseil. In der Schwerter-Kiste wurde Max Kloth von zehn Schwertern „durchbohrt“, kletterte aber unverletzt aus der Kiste. Die Fakire legten sich auf Bretter mit 4888 Nägeln. Bei den Clowns-Auftritten von Lea Bodzian (3 b), Meike Papenhagen (4 a), Laura Preiß (3 b) und Mika Borowitz (2 a) lachten die Zuschauer Tränen. Sehr gut geübt hatten auch die Jongleure. Kaum ein Teller oder Reifen fiel in die Manege. Ein Höhepunkt waren die Darbietungen am Doppel-Trapez. Florence Ramlow, Klasse 3 a: „Besonders toll waren die Standwaage und das Vogelnest. Celina musste sich einmal auf meine Schultern stellen. Das war ganz schön schwer.“

Für diesen Einsatz gab es viel Lob, sowohl von den „Phantasia“-Artisten, die den Kindern alles beibrachten, und besonders von den Eltern und Großeltern. Ulrike Ramlow, die Mutter von Flo: „Es ist erstaunlich, was die Kinder in so kurzer Zeit eingeübt haben. Und die Kostüme dazu, einfach ein toller Anblick.“ Renate und Helmut Holleitner bewunderten ihre Enkelin Johanna Holleitner am Trapez. „Natürlich wollten wir diesen Extra-Zirkus mit unserer Enkelin erleben“, meinten sie.


Heute die beiden letzten Vorstellungen


Lars Wasserthal lobte die Fritz-Reuter-Schüler für ihre Aufmerksamkeit, ihre körperliche und sportliche Fitness sowie ihren Fleiß bei den Proben. Dadurch entstand ein sehr gutes Programm. Mit dem wollte der Zirkus „Phantasia“ allerdings auch eine Botschaft herüberbringen. Die Reise der Kinder ins Land „Phantastasia“ war auch an die Erwachsenen gerichtet. „Sie sollen sich nach diesen Aufführungen mit ihren Kindern viel mehr auf das besinnen, was man mit Kinderaugen sehen kann“, so Wasserthal.

Schulleiter Torsten Vieroth lobte, wie professionell die „Phantasia“-Artisten in der kurzen Probenzeit den Kindern die Darbietungen beibrachten. Gleichwohl ist er von „seinen “ Schülern begeistert, wie sie Teamgeist zeigten, ihre Grenzen testeten sowie mutig und diszipliniert in der Manege auftraten. Für Torsten Vieroth ist mit dem Projekt damit das Ziel erreicht, das „soziale Lernen“ vertieft zu haben und über alle Klassenstufen hinweg enger zusammengerückt zu sein. Für ihn stand dafür die große Pyramide der Akrobaten.

Torsten Vieroth betonte allerdings auch, dass das Projekt nicht ohne die Unterstützung der Spreewind GmbH, der Firma „Windertrag“ und des Van-der-Valk-Resorts hätte stattfinden können. Heike Gebauer, Marketing-Chefin, freut sich dass das Resort dazu beitragen konnte, dass die Kinder ein großes Erlebnis in der Gemeinschaft hatten. „So etwas gibt es heute viel zu selten“, meint sie, die auch Mutter einer Schülerin ist.

Zweimal geht es mit den Fritz-Reuter-Schülern am heutigen Sonnabend noch einmal ins Land „Phantastasia“. Um 10 und 14 Uhr erschallen die magischen Zirkusworte „Manege frei!“ und „Vorhang auf!“.

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