JUgendweihe : Schüler pflanzen Traubeneiche

Bevor die Traubeneiche gepflanzt werden konnte, erfolgte der Pflanzschnitt. Willi Habel zeigt Janis und Julian Stolzke, wie und wo sie schneiden sollen.
Bevor die Traubeneiche gepflanzt werden konnte, erfolgte der Pflanzschnitt. Willi Habel zeigt Janis und Julian Stolzke, wie und wo sie schneiden sollen.

Gestern Auftakt zu Veranstaltungsreihe in Vorbereitung auf die Jugendweihe in Laage

von
24. November 2014, 23:30 Uhr

27 Mädchen und Jungen aus den 8. Klassen des Recknitz-Campus Laage bereiten sich auf die Jugendweihe im nächsten Jahr vor. Dahinter steckt allerdings nicht der Verein Jugendweihe MV, sondern eine Elterninitiative aus Laage. Man möchte keine Massenveranstaltung, sondern setzt auf Individualität in Laage. Gestern startete der Veranstaltungsreigen zur Vorbereitung der Jugendweihe mit dem Pflanzen eines Baumes am Fischteich. Er soll die Mädchen und Jungen später stets an ihre Jugendweihe erinnern.

Gemeinsam mit der Stadt hatte man die Fläche am Fischteich ausgesucht. „Hier wäre auch noch Platz für weitere Bäume“, sagte gestern Nachmittag Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst. Gepflanzt wurde eine Traubeneiche. Ganz so schnell ging es aber nicht. Thilo Warda gab der Aktion eine schulische Note. Da ging es zuerst um die Frage, warum so ein schon recht stattlicher Baum mit einem Stammumfang von 16/18 Zentimetern einen Pflanzschnitt braucht. Später war noch zu klären, warum er auch angebunden werden sollte. Sterns hatten Kinderpunsch und Pfeffernüsse mitgebracht, so dass die Schüler und einige Eltern noch einige Zeit plaudernd beieinander standen.

Schon seit vielen Jahren finden Feierstunden zur Jugendweihe nicht mehr in Laage statt. Man fährt dazu nach Güstrow. „Mit 350 Leuten in einem Saal. Das ist Massenabfertigung“, sagt Monika Seddig. Man habe sich in Laage damit arrangiert. Das würde aber nicht heißen, dass man es nicht auch anders machen kann, fügt die Laagerin hinzu. Mit Katrin Zikmund-Müller fand sie eine Mitstreiterin. Darüber hinaus gebe es acht/zehn Leute, die sich engagieren, weil sie möchten, dass die jungen Menschen ihre Jugendweihe dort erleben, wo sie leben und zur Schule gehen. Etwas individueller, etwas persönlicher sollen Vorbereitung und Veranstaltung laufen. „Hier werden sie groß, hier haben sie ihre Freunde“, argumentiert u.a. Sylvana Cerncic aus Groß Ridsenow. Die Mutter empfindet es als selbstverständlich, dass es Jugendweihen in jeder Region geben sollte. Deshalb habe man kein Problem mit dem Verein Jugendweihe, schön, dass es ihn gebe, sagt Sylvana Cerncic.

Neben der Baumpflanzaktion ist ein Besuch des TRW-Werkes – hier werden Airbags hergestellt – vorgesehen. „Wie möchte ich zur Jugendweihe aussehen?“, ist eine weitere Veranstaltung, die eher das Interesse der Mädchen wecken dürfte, überschrieben. Außerdem, so informiert Monika Seddig, denke man einen Kochkursus für Väter und Söhne. Die Abschlussveranstaltung führt die Jugendweihe-Teilnehmern in den Bundestag nach Berlin. Die Feierstunde ist für den 16. Mai geplant und soll auf dem Fliegerhorst stattfinden. „Das ist der Sonnabend nach dem Himmelfahrtstag“, sagt Monika Seddin. „Eine gute Gelegenheit, dass auch weiter entfernt lebende Verwandtschaft anreisen kann“, fügt sie hinzu.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen