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Pflanzaktion : Schüler pflanzen 5000 Eichen für Güstrow

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Angelika Nawroth brachte die ersten 2000 Bäume gestern mit Schülern der freien Schule Güstrow in Klueß in die Erde.

Mit Spaten, Gummistiefeln und viel Enthusiasmus bewaffnet zogen gestern 46 Kinder der Freien Schule Güstrow in Klueß auf ein vorbereitetes Stück Land unweit des „Vielfaltwaldes“ des Forstamtes Güstrow. Hier soll bis nächste Woche ein Wald von 5000 Eichenbäumen gepflanzt sein. Die ersten 2000 der zwei Jahre alten Pflänzchen wurden von Schülern der 4. bis 6. Klasse mit großem Engagement in die Erde gebracht. Angelika Nawroth, Inhaberin des Naturheilgutes Karow, hat mit insgesamt drei Schulen zu diesem Projekt aufgerufen.

„Ich war vor zwei Jahren über das Ausmaß des Sturmes in Bützow sehr bestürzt“, erzählt Angelika Nawroth. Darum hatte sie überlegt, was man tun könnte. „Bäume reduzieren Windgeschwindigkeiten, was für unsere Region von Bedeutung ist“, sagt sie. Dieser kleine Wald, der hinter dem Straßenbauamt in Klueß durch diese Pflanzung entsteht, sei keine Ausgleichsfläche, sondern ein Zugewinn für Güstrow, betonte sie.

In den vergangenen Monaten waren die Schüler im Unterricht bereits bestens auf das Thema vorbereitet worden. Denn auch einigen Lehrern brennt das Thema der Umweltbildung auf der Seele. „Die Schüler waren begeistert, haben Flohmärkte veranstaltet, um Geld für diese Aktion zu sammeln“, erzählt Martina Bothe, die Natur und Umwelt an der Freien Schule unterrichtet. Als zertifizierte „Umweltschule in Europa/Agenda 21“ sei eine Beteiligung für sie selbstverständlich. Schüler Melvin Raddatz war gestern mit Feuereifer dabei. „Ich finde das gut und würde es viel öfter tun“, sagte er.

Insgesamt kosten die 5000 Eichen 2100 Euro. Etwa 700 Euro konnte die Freie Schule beisteuern. Es pflanzen in der kommenden Woche noch Schüler der Güstrower Wossidloschule und der Grundschule in Mühl Rosin. „Ich zahle in jedem Fall den Restbetrag“, sagt Angelika Nawroth, der auch wichtig war, der Natur etwas zurückzugeben. Schließlich beziehe sie ihre Heilmittel im Therapiezentrum für alternative Medizin genau aus der Natur.

Ihr Wunsch wäre, dass auch im kommenden Jahr wieder ein Feld für eine zusätzliche Baumpflanzung zur Verfügung stehen könnte. „Eigentlich können wir nicht genug Bäume pflanzen“, sagte Marko Weirauch, Waldpädagoge des Forstamtes Güstrow, angesichts des Klimawandels. Er hatte die Kinder im Vorfeld informiert, warum es wichtig ist, Wälder zu erhalten. Schließlich produziert eine ausgewachsene Eiche zehn bis 15 Kilo Sauerstoff. Eichenwälder filtern Staub, Bakterien und Schadpilze aus der Luft. Dafür haben die Kinder der Freien Schule Güstrow gestern einen Grundstein gelegt. Sie alle wurden dafür mit einer Urkunde bedacht.

 


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