Projektwoche : Schüler im Wohnexperiment

Viel  wurde gesungen. Hefte mit den Liedtexten hatten die Schüler mitgebracht.
Viel wurde gesungen. Hefte mit den Liedtexten hatten die Schüler mitgebracht.

Gemeinschaftsexperiment im Gemeindehaus am Dom

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07. Februar 2014, 06:00 Uhr

Was passiert wohl, wenn man 37 Jugendliche und junge Erwachsene in einer normalen Schulwoche zusammen wohnen lässt? Dieses Experiment wagten christliche Jugendliche aus Güstrow mit ihrem Projekt „Die WoGeLe“ – Woche Gemeinsamen Lebens – im neuen Gemeindehaus am Dom. 21 Schüler und 12 Mitarbeiter nahmen von Anfang an daran teil, jedoch wollten im Laufe der Woche immer mehr Jugendliche ein Teil der Wohngemeinschaft werden. Das große Ziel war es, möglichst viel Zeit als Gruppe zu verbringen. Vor allem Schüler des John-Brinckman-Gymnasiums nutzten die Gelegenheit, da das Gemeindehaus nur wenige Meter von der Schule entfernt ist.

Jedoch Ausschlafen war nicht angesagt, denn zwei Teilnehmer mussten jeden Morgen nach Rostock fahren, sodass es schon um sechs Uhr Frühstück für die ganze Gruppe gab. Dafür holten Teilnehmer immer um 5.30 Uhr Brötchen. Einige Schüler absolvierten gerade ihre Schulpraktika und hatten demzufolge in der letzten Woche sehr stressige Tage. So verliefen die Schultage bei jedem unterschiedlich, jedoch am Nachmittag in der Gemeinschaft ging es allen wieder gleich. Egal zu welcher Uhr man ins Domgemeindehaus kam, war man nie alleine und es gab immer etwas zu tun.

Im „Wohnzimmer“ beispielsweise befand sich ein kleiner Billardtisch und ein Tischkicker. Ein paar Jugendliche machten es sich zur Wochenaufgabe, eine große elektrische Murmelbahn zusammen zu basteln , andere bastelten in der Zeit zwei Tausender-Puzzle zusammen. Aber auch für jene, die nach ihrem Schultag noch immer zu viel Energie hatten, gab es Ideen.

Das Gruppenspiel „British Bulldog“ wurde zum beliebten Highlight am Nachmittag. Bei diesem Spiel ging es darum, an der „Britischen Bulldogge“ vorbeizulaufen, ohne dass man von ihr gefangen wird und die Füße den Bodenkontakt verlieren, denn auf diese Weise wird man selbst zu einer „Bulldogge“.

Am zweiten Tag stießen sechs Leute aus dem Lebenszentrum Adelshofen (Baden-Württemberg) dazu und unterstützten die Gemeinschaft.

Der Höhepunkt der Woche folgte am Mittwochabend, da ging es mit der ganzen Gruppe in den nächsten Dönerladen. Daniel Stieger aus der 9. Klasse des John-Brinckman-Gymnasiums berichtet: „Während wir auf unser Essen gewartet haben, wurden miteinander Lieder gesungen und erzählt. Einer von den Angestellten aus dem Laden hat sich sogar später dazu gesetzt und zu unseren Liedern Cajon gespielt.“ Zum Schluss hat jeder von den sechs Gästen aus dem LZA (Lebenszentrum Adelshofen) erzählt, wie er Jesus in seinem Leben kennen gelernt hat.

Am Ende eines Tages gab es immer eine kleine Runde mit der ganzen Gruppe. Hier erzählte man darüber, was man alles am Tag erlebte hatte. Auch Mitarbeiter gestalteten den Abend und erzählten Geschichten über den Jünger Petrus aus der Bibel.

Die 15-jährige Lolita Hannemann hat die „WoGeLe“ sehr genossen: „Die Woche verging viel zu schnell. Wir haben so viel gemeinsam gemacht und erlebt. Man war einfach nie allein und den ganzen Schultag habe ich mich darauf gefreut zu den anderen zurück zu kommen.“

Am Ende war es eine schöne Erfahrung für die Teilnehmer. Alle waren sehr begeistert von dem Projekt und würden es gerne noch einmal wiederholen. Denn sie haben festgestellt das es sich in der Gemeinschaft doch immer noch am besten lebt.










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