Spenden gesammelt : Schüler helfen Flüchtlingen

Die Zehntklässler der Schule Zehna haben Dinge des alltäglichen Gebrauchs für Flüchtlinge gesammelt. Gestern wurden die Hilfsgüter auf die Asylbewerberheime in Güstrow verteilt. Rainer Boldt (l.) und Schulleiter Karsten Hill (2. v.l.) packten mit an.
Die Zehntklässler der Schule Zehna haben Dinge des alltäglichen Gebrauchs für Flüchtlinge gesammelt. Gestern wurden die Hilfsgüter auf die Asylbewerberheime in Güstrow verteilt. Rainer Boldt (l.) und Schulleiter Karsten Hill (2. v.l.) packten mit an.

Zehntklässler in Zehna sammeln Hilfsgüter für Asylbewerber in Güstrow

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25. März 2015, 06:00 Uhr

„Jeder kann helfen“, dachten sich die Zehntklässler der Regionalen Schule Zehna und riefen zu einer Spendenaktion für Flüchtlinge auf. Sachspenden aller Art wurden gesucht: Anziehsachen, Kinderspielzeug oder auch Fahrräder. Nicht nur Lehrer, Schüler und Eltern aus Zehna wurden angesprochen, sondern sämtliche Gemeinden im Amt Güstrow-Land. Überall klebten die Schüler Plakate mit dem Spendenaufruf. „Es ist unglaublich viel zusammengekommen. Das hätte ich nicht gedacht“, freut sich Schulleiter Karsten Hill. Gestern wurden die Hilfsgüter auf die Asylbewerberunterkünfte in Güstrow verteilt. Dafür war Rainer Boldt, stellvertretender Landrat, selbst mit einem Transporter vor der Schule in Zehna vorgefahren.

„Einfach toll“, war Boldt von der Aktion der Schüler und ihrer Solidarität mit den Flüchtlingen begeistert. „Die Asylbewerber freuen sich über alle Spenden. Zahlreiche Dinge des täglichen Bedarfs werden benötigt.“ Und das wird auch nicht weniger werden, weiß der stellvertretende Landrat. Er geht in diesem Jahr davon aus, dass der Landkreis Rostock vom Land monatlich 80 bis 85 Flüchtlinge zur Unterbringung zugewiesen bekommt.

„Wir haben die Flüchtlingsproblematik im Unterricht behandelt“, erläutert Karsten Hill. Er ist begeistert, dass die Schüler die Theorie in die Praxis umgesetzt haben. „Der Gedanke, zu helfen, ist nicht verloren gegangen“, sagt er. „Die Schüler waren mit den Herzen dabei.“ Vor den Winterferien begann die Sammelaktion. Anfang März sollte sie vorbei sein, „aber dann kam noch so viel“, sagt Hill. Gestern passte kaum alles in den Transporter von Rainer Boldt. „Die Hilfsbereitschaft ist groß“, sagt der Schulleiter. Und er will weitermachen: Zum Ende des Schuljahres plant er eine Schulranzen-Aktion. Ranzen, Federtaschen und Schulmaterialien sollen für Flüchtlingskinder gesammelt werden.

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