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John-Brinckman-Gymnasium : Schüler arbeiten für guten Zweck

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Zwei siebente Klassen des John-Brinckman-Gymnasiums absolvierten ihren Tag für Afrika / Arbeit statt Schulunterricht

von
erstellt am 09.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Einen Tag schulfrei haben die 7. Klassen des John-Brinckman-Gymnasiums. Die Schüler gehen dafür zwei bis drei Stunden arbeiten und das für einen guten Zweck. Das Geld kommt der „Aktion Tagwerk – Dein Tag für Afrika“ zugute. Es wird zu 100 Prozent für die Bildung von Kindern in Afrika eingesetzt. Davon werden Schulen gebaut und Lehrbücher angeschafft. Die Schüler der 7 a und der 7 c haben ihren „Tag für Afrika“ bereits absolviert und äußern sich darüber zufrieden.

Die Idee dabei ist, dass verschiedene Klassen aus verschiedenen Schulen teilnehmen, und jeder Schüler sich ein Unternehmen sucht. Firmen der Eltern, der Großeltern oder die von Bekannten sind eine nahe liegende Variante. Auch Hausarbeit kann entlohnt werden. Clarissa Stegemann aus der 7c verbrachte ihren Tag in der Garten- und Landschaftsbaufirma Jungjohann & Jensen, wo ihr Vater arbeitet. Sie verteilte in einer Straße in Güstrow Zettel an die Bewohner, weil dort bald Bauarbeiten stattfinden sollen. „Ich sortierte auch Ordner. Es hat mir alles Spaß gemacht, und ich habe es gern getan“, erzählt sie und fügt hinzu, dass sie sogar Arbeitsklamotten getragen habe.

Sarah Sternberg, 7 a, arbeitete zu Hause. Sie räumte das ganze Haus auf, machte sauber und putzte Fenster. „Es war toll. Auch dass wir dann den Rest des Tages schulfrei hatten gefiel mir gut“, sagt die Schülerin. Michelle John, Fiene Wolf, Tina Steinhöfl und Timo Böttcher aus der Klasse 7 c des Gymnasiums veranstalteten einen Kuchenbasar im Kreishaus am Wall. „Sie konnten fast alles verkaufen“, berichten sie. Den Kuchen hatten sie selber gebacken. „Wir hatten viel Spaß dabei“, berichtet Michelle John.

Dennis Möller, 7c, arbeitete im Autohaus Mitte. Er durfte ein Auto waschen und saugen und die Reifen wechseln. „Das war cool“, sagt der Schüler. „Ich hätte gerne noch länger als zwei Stunden gearbeitet. Ich könnte mir auch vorstellen, es später eventuell beruflich zu machen“, berichtet er. Auch Julia Brocks erlebte ihren „Tag für Afrika“ in einem Autohaus, das ihres Großvaters. „Ich habe Kaffee gekocht und Autoprospekte abgestempelt“, erzählt sie.

Das John-Brinckman-Gymnasium hält sich nicht ganz an die Vorgaben der Aktion „Dein Tag für Afrika“. Die Hälfte des Erlöses geht an diese Aktion , die andere Hälfte an den Verein „Bützower für Gambia“. Weitere Klassen werden sich an der Aktion beteiligen, denn den Tag dafür wählen die Klassen selbst aus.


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