zur Navigation springen

Kulturfestival : Schönste Idee für kürzeste Nacht

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Mittsommer-Remise lädt am Sonnabend in 40 Guts- und Herrenhäuser ein / Kulturfestival bietet u.a. Führungen, viel Musik, Lesungen

Für Karl-Heinrich Herzogenrath ist es eine Herausforderung, die immer wieder auch einfach Spaß macht. Am Sonnabend, wenn nun schon zum siebenten Mal zur Mittsommer-Remise in Guts- und Herrenhäuser in Mecklenburg eingeladen wird, freut sich auch Karl-Heinrich Herzogenrath über Besucher in seinem Gutshaus in Striesenow. 40 Guts- und Herrenhäuser öffnen am in den Regionen Recknitz-Aue, Mecklenburger Parkland, Mecklenburgische Schweiz und Mecklenburgische Seenplatte ihre Türen.

Das Kulturfestival konzentriert sich dabei auf den Landkreis Rostock, hatte es doch hier – im Mecklenburger Parkland – seinen Anfang genommen. Zwischen 15 und 22 Uhr können Neugierige einen Blick hinter altehrwürdige Gemäuer werfen, Interessantes über die Bau- und Kulturgeschichte der Guts- und Herrenhäuser, Schlösser und sie umgebende Parks erfahren. Über den ganzen Nachmittag und Abend finden Führungen statt. Viele kleine Konzerte, Lesungen und Vorträge ergänzen das Angebot und werden letztendlich mit dem einen und anderen kulinarischen Leckerbissen abgerundet.

Karl-Heinz Herzogenrath erwartet beispielsweise einen Pianisten in seinem Haus. „Das Klavier haben wir extra stimmen lassen“, berichtet er. Ansonsten könne er den Besuchern zeigen, dass die Sanierung des Gutshauses aus dem Jahr 1730 Fortschritte macht. Fünf Wohnungen und auch die herrschaftlichen Räume seien fast fertig. „Was bleibt ist der Außenputz und frische Farbe für die Fassaden“, betont Karl-Heinrich Herzogenrath.

Erstmals sind Besucher in die Gutshäuser nach Ahrenshagen und Klein Grabow eingeladen. Das Haus in Ahrenshagen wurde 1817 erbaut, beherbergte zu DDR-Zeiten Schule, Kindergarten und Konsumverkaufsstelle und kam 1998 in private Hand. Nach einem erneuten Eigentümerwechsel erfolgten erste Reparaturarbeiten. Im Klein Grabower Gutshaus sind der Saal und zwei Gesellschaftszimmer wieder hergerichtet. In der alten Gutsküche wird auf einem Holzherd nach alten Rezepten gekocht.

In Schwiessel war das 1864 im Tudorstil erbaute Schloss bei einem Brand weitgehend zerstört worden. Ein privater Investor baut die Ruine nun zu einem Festspielhaus für Kammermusik um. Neben Führungen und Auftritten des Gesangsquintetts „5 nach 4“ werden hier für 22 Uhr Lichtspiele angekündigt. Die Mauern des Schlosses sollen durch Lichtinstallation in bunte Farben getaucht werden und für einen stimmungsvollen Ausklang des Abends sorgen.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen