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Der heisse Draht : Schönes Wohnen in der historischen Altstadt?

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Leser klagt über Zustand auf Hof Am Berge 13 / Grundstück an Gleviner Mauer vorerst nicht bebaut / Eigentümer: Wildes Parken soll bald enden

von
erstellt am 08.Mai.2015 | 06:00 Uhr

Als Bernd Schilling 2009 als erster Mieter ins frisch sanierte historische „Teppichhaus“ zog, verband sich für den Güstrower der Traum vom schönen Wohnen in der Altstadt. „Vom Eigentümer und vom Verwalter wurden großspurige Versprechen, von Wiese, Bäumen und Wäscheplatz getätigt, welches bis heute jedoch lediglich als wilder Parkplatz und Hundeklo stadtbekannt ist“, klagt unser Leser. Doch obwohl z.B. für fragwürdige Gartenpflegearbeiten kassiert würde, hätten er und andere Mieter des Hauses für ein wohnliches Umfeld selbst sorgen müssen. Was bis heute bleibt, sei unberechtigte Nutzung des großen Grundstücks durch Autofahrer, Hundebesitzer… „Wir bleiben leider der Schandfleck am Berge“, resümiert Bernd Schilling nach nunmehr fünf Jahren.

Auf die Hausverwaltung will Eigentümer Wilm Hornung nichts kommen lassen. Doch in der Tat: Das Gelände blieb offen, weil er den Nachbarn für Baufreiheit Durchfahrt habe gewähren wollen. Jetzt sei er aber dabei, auszumessen, um einen Zaun um das gesamte Gelände zu ziehen, „damit das wilde Parken aufhört“. Doch sehe er derzeit keine Möglichkeit zum Bebauen der großen Lücke an der Gleviner Mauer. Hornung deutet finanzielle Schwierigkeiten an, die ihm aus dem Bau Am Berge 13 entstanden wären. So wären die Mieten wegen der hohen Förderung gedeckelt, anders als es bei einer Bank oder einer Spielhalle als Mieter gewesen wäre; doch dies habe ja die Stadt nicht wollen. Gerüchte von Verkaufsabsichten dementiert Hornung jedoch.

„Wir handeln nach Gesetz“, weist Hausverwalter Björn Schröder die Mietervorwürfe von sich. Die Miete sei nicht Gewinn des Verwalters, und „es liegt uns fern, etwas nicht im Sinne der Mieter zu tun“. Auf die Beschwerde hin habe man die Abrechnungen noch einmal geprüft – alles sei korrekt. Von „sporadischem Mähen“ spricht Schröder und bestätigt die Pläne des Eigentümers über den Zaunbau.

Nächste Woche habe die Verwaltung mit Herrn Schilling einen Gesprächstermin, auf dem die Unstimmigkeiten geklärt werden sollen.

 

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