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Gemeinde Lüssow : Schöneres Dorf in Eigenarbeit

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

In Strenz saniert der Dorfclub-Verein sein Domizil und in Lüssow schaffen sich die Sportler der LSG einen neuen Vereinsraum.

Die Mitglieder des Vereins Dorfclub Strenz sind im Baustress. Komplett in Eigenarbeit sanieren der Vorsitzende Bernhard Kolepke sowie seine Mitstreiter gerade das Klubhaus. „Es ist viel Arbeit. Aber auch solche Arbeiten fördern die Gemeinschaft“, sagt er. „Es geht ja nicht nur darum, zusammen zu feiern, sondern auch gemeinsam etwas zu schaffen. Und Strenz war schon immer aktiv.“


400 Arbeitsstunden für Strenz


Seit 23 Jahren hat der Dorfclub Strenz im alten Konsum sein Domizil. Jetzt war eine Sanierung des alten Gebäudes überfällig. „Erst wollten wir nur die Fenster machen, aber dann kam der Elan und wir haben den Schwung ausgenutzt“, sagt Kolepke. Um den Veranstaltungsraum für Skatabende, Seniorennachmittage, private Feiern und Auftritte der Linedance-Gruppe Strenz zu vergrößern wurde eine Wand rausgerissen. Hinzu kommen neue Toiletten, ein neuer Fußboden und ein neuer Anstrich. „Den Bauschutt entsorgen wir mit unseren privaten Autos“, so der Vereinsvorsitzende. Sämtliche Arbeiten erfolgen ehrenamtlich und in Eigenleistung der Vereinsmitglieder. Bis zu 400 Arbeitsstunden würden da schon zusammenkommen, schätzt Kolepke. „Wenn wir eine Firma beauftragen würden, könnten wir uns das alles nicht leisten.“ Bereits vergangenes Jahr gab es von der Gemeinde Lüssow für die Sanierung 2000 Euro. Dieses und nächstes Jahr kommen noch einmal jeweils 2000 Euro von der Gemeinde hinzu. Ende Mai will Kolepke fertig sein. Beim Dorffest am 1. Juli soll das neue Klubhaus dann offiziell eingeweiht werden.


Klubraum in Lüssow in Vereinsfarben


Kräftig gewerkelt wird auch im Kultur-, Sport- und Freizeitzentrum am Lüssower Sportplatz. Ebenfalls komplett in Eigenarbeit renovieren hier die Sportler der LSG Lüssow in ihrer Freizeit ihren Klubraum. Die Arbeiten befinden sich in der Endphase. „Hier gibt es leider keine Mittel von der Gemeinde. Wir stemmen alles selbst, auch finanziell“, sagt der LSG-Vorsitzende Wilfried Zander, zugleich Bürgermeister der Gemeinde Lüssow. Zur angrenzenden Sporthalle wurde eine neue Zwischenwand mit Fenster eingezogen. Boden, Decke, Elektrik und Anstrich in den Vereinsfarben sind ebenfalls neu. Bereits am 1. Mai soll der neue Klubraum mit einem Frühschoppen und Musik eingeweiht werden.

Bürgermeister Zander ist stolz auf die ehrenamtliche Arbeit in seiner Gemeinde. „Ohne dieses Engagement könnte ich die ganzen Baustellen bei uns vergessen“, sagt er. So wurde gerade die ehemalige Poststelle in Karow auf diese Weise saniert (SVZ berichtete) und zudem entsteht neben dem Gemeindezentrum Lüssow ein neuer Kulturgarten. „Kita, Schule, Sport und Kultur – wenn wir das nicht erhalten, sind die Leute auf den Dörfern arm dran“, sagt er. „Ich bin stolz, dass unsere Dorfbewohner da mitziehen.“  

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erstellt am 24.Apr.2017 | 05:00 Uhr

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