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Vereine der Region : Schnelle Hilfe bei Unfällen oder Krankheit

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Der Landesmaschinenring MV e. V. hilft landwirtschaftlichen Betrieben – seine Wurzeln hat der Verein in Bayern.

svz.de von
erstellt am 27.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Der Landesmaschinenring MV e. V. liegt etwas abseits landläufiger Vorstellungen von Vereinen. Er umfasst keine Menschen, die sich sportlich oder kulturell organisieren, ein gemeinsames Hobby betreiben oder die sich in Träger- oder Fördervereinen engagieren. „Wir sind eine Gemeinschaft, in der Landwirte sich gegenseitig helfen, Erfahrungen austauschen, Maschinen teilen und sich in Notsituationen unterstützen und absichern“, umreißt Frank Schwarzer, in Personalunion Vereinsvorsitzender und Geschäftsführer des Landmaschinenrings MV, das Aufgabenfeld.

Die Wurzeln der Bewegung liegen im niederbayrischen Buchhofen. Dort gründete ein gewisser Erich Geiersberger 1958 den ersten Maschinenring in Deutschland. Dem Beispiel folgten andere und so gibt es inzwischen deutschlandweit 240 Maschinenringe, die in zwölf Landesverbänden organisiert sind und 192000 Mitgliedsbetriebe umfassen. „Diese Betriebe bewirtschaften etwa 49 Prozent aller landwirtschaftlichen Nutzflächen“, sagt Schwarzer. Die meisten Maschinenringe gibt es in Bayern, das vor allem durch die Kleinteiligkeit der dortigen Landwirtschaftsbetriebe bedingt ist. In Mecklenburg-Vorpommern bildeten sich nach der Wende drei Maschinenringe, die 2004 zum Landesmaschinenring MV verschmolzen. „Unserem Ring gehören gegenwärtig etwa 100 Mitglieder an. Das sind vor allem Landwirtschaftsbetriebe, aber auch Lohnunternehmen und Förderer der Landwirtschaft“, umreißt Frank Schwarzer das Klientel.

Während sich die Organisation von Technikeinsätzen auf Spitzenzeiten oder spezielle Maschinen beschränken, leistet der Maschinenring Unterstützung bei der Vermittlung von Betriebs- und Haushaltshilfen. „Wir werden im Auftrag der landwirtschaftlichen Sozialversicherung tätig, wenn beispielsweise ein Landwirt seinen Aufgaben nach einem Unfall oder infolge von Krankheit nicht nachkommen kann“, beschreibt der Geschäftsführer. Da beginnt die Hilfe meist schon mit dem Stellen der Anträge an die Sozialversicherung. Nicht immer sei es einfach, geeignetes Personal zu finden, weiß Schwarzer. Zum einen handelt es sich oft um eine sehr spezielle Tätigkeit, die gefordert ist, zum anderen erschweren die großen Entfernungen in Mecklenburg-Vorpommern die Vermittlung. „Wir arbeiten im Bedarfsfall mit befristeten Einstellungen, aber es gibt inzwischen auch selbstständige Betriebshelfer, die wir für die soziale Betriebshilfe einsetzen“, sagt Schwarzer. Weitere Arbeitsfelder des Maschinenrings sind die Durchführung von agrochemischen Bodenproben, die Organisation der Entsorgung von Altsilofolien oder die Vermittlung von Partnern für den Winterdienst.

Wichtigste Aufgabe von Frank Schwarzer ist es, ein umfangreiches Netzwerk zu unterhalten, um in Not- oder Ausnahmesituationen für schnelle und bedarfsgerechte Hilfe sorgen zu können.

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