Speedway in Güstrow : Schmuckstück für Fans und Fahrer

Der neue Start-Ziel-Bereich im Speedwaystadion Güstrow steht kurz vor seiner Fertigstellung. Fotos: hans-jürgen kowalzik
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Der neue Start-Ziel-Bereich im Speedwaystadion Güstrow steht kurz vor seiner Fertigstellung.

Die Einweihung des neuen Start-Ziel-Bereichs mit Kampfrichterturm und Tribüne im Speedwaystadion findet beim Pfingstrennen statt.

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09. März 2018, 12:00 Uhr

Torsten Jürn und Thomas Koch, die 1. und 2. Vorsitzenden des MC Güstrow, stehen vor dem neuen Kampfrichterturm des Speedwaystadions. Auf ihren Gesichtern liegt ein Lächeln. Es ist die Vorfreude auf Pfingsten. Denn beim traditionellen Rennen am Pfingstsonntag wird das neue Schmuckstück für Fans und Fahrer, der Start-Ziel-Bereich mit dem Kampfrichterturm und einer Tribüne für 2000 Zuschauer, eingeweiht.

In dem neuen Komplex befinden sich außerdem moderne sanitäre Einrichtungen, die behinderten- und rollstuhlgerecht sind, sowie Verkaufsräume. „Wir haben das alles so großzügig wie möglich gebaut, weil wir den Zuschauern nicht nur gute Rennen bieten wollen. Wir denken deshalb auch, dass dieses Engagement von noch mehr Fans, vor allem mit Familie, honoriert wird“, betont Thomas Koch. Torsten Jürn nickt und führt den Gedanken weiter: „Wir sind stolz, was wir geschaffen haben. Deutschlandweit sucht so etwas in den Speedwaystadien seinesgleichen. Da kann man sich auch schon mal auf die Schultern klopfen.“ Jürn lobt dabei vor allem die Eigeninitiative, die die MC-Mitglieder gezeigt haben, und die Unterstützung durch den Unternehmer Torsten Sternberg.

Thomas Koch ließ gestern den Bau vom ersten Gedanken bis zur Vollendung Revue passieren. „Vor fünf Jahren entstand die Idee für dieses Vorhaben. Dreieinhalb Jahre dauerten die Vorbereitungen“, erinnert er sich. Als größtes Problem erwies sich das Geld. Koch: „Wir wussten, dass es ohne Fördermittel nicht geht.“ Deshalb schaute der MC in alle Richtungen, um an Geld heranzukommen. Das klappte letztlich. Der Klub hatte für die Investition die Summe von 780 000 Euro zusammen. Thomas Koch: „375 000 Euro stellte das Landesförderinstitut bereit, 125 000 Euro kamen von der Stadt und 200 000 vom ADAC. Den Rest schaffte der Klub in Eigenleistung. Zum Beispiel erledigten wir alle Erdarbeiten und halfen tatkräftig beim Abriss der alten Anlagen. Das war im Juli 2016.“

Da hatte der Klub noch ein anspruchsvolles Ziel vor sich: Zum Pfingstrennen 2017 sollte alles fertig sein. „Aber die sich verzögernden Zusagen der Fördermittel und die Wetterkapriolen mit wochenlangem Regen machten uns einen Strich durch die Rechnung. Da waren wir zu mutig. Das mussten wir zur Kenntnis nehmen“, blickt Koch zurück. Der betreute für den Klub das Vorhaben. „Ich habe das sehr gern übernommen“, sagt er. „Thomas hat hier komplett seine Freizeit verbracht. Das ist aller Ehren wert“, ergänzt Torsten Jürn.

Noch ist nicht alles saniert. Als nächstes wäre der Bau eines neuen Fahrerlagers dran. Koch: „Aber da gibt es überhaupt noch keine zeitlichen Vorstellungen, zumal es mit weiteren Fördergeldern, die wir benötigen würden, nicht leichter wird. Deshalb weihen wir Pfingsten erst einmal den nach internationalen Standards errichteten Start-Ziel-Bereich ein.“

Das neue Schmuckstück passt zu den hochkarätigen Rennen, die der MC Güstrow in diesem Jahr ausrichtet. Höhepunkte sind der Osterlauf am 31. März, der Pfingstpokal am 20. Mai, der EM-Lauf am 14. Juli und das Finale um die Deutsche Einzelmeisterschaft am 4. August.

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