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Krakow am See : Schlechte Karten für Binnenfischerei GmbH

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Krakower Stadtvertretung entscheidet heute Abend über Neuverpachtung des Fischerreirechts und Fischereigehöfts im Luftkurort

von
erstellt am 26.Aug.2014 | 06:00 Uhr

Bereits seit der Wende bewirtschaftet die Binnenfischerei GmbH, kurz Bimes, den Krakower See und das dazugehörige Gelände an der Seepromenade. Doch damit könnte heute Abend Schluss sein. Die Stadtvertretung Krakow am See hatte die vorfristige Kündigung des Bimes-Pachtvertrages beschlossen und das Fischereirecht inklusive des Fischereigehöfts neu zur Verpachtung ausgeschrieben (SVZ berichtete). Hintergrund ist eine in Krakow am See weit verbreitete Unzufriedenheit mit der Bimes. Die hatte es nicht geschafft, das zu ihr gehörende Restaurant „Hüdenhus“ zu betreiben. Es steht seit mehr als einem halben Jahr leer. Heute Abend entscheiden die Stadtvertreter bei ihrer Sitzung ab 19 Uhr in der Alten Schule, wer den See und damit auch das „Hüdenhus“ zukünftig bewirtschaften wird.

Vier Bewerber gab es für die Neuverpachtung, darunter auch die Bimes. Doch die hat schlechte Karten. „Die Bimes hat es einfach nicht geschafft, einen Unterpächter für das Restaurant zu finden“, sagt Bürgermeister Wolfgang Geistert. Das „Hüdenhus“ sei ein „Sahnestück“ an der Seepromenade und es sei einfach nicht hinnehmbar, dass es so lange leer steht. Viele Krakower sind sauer auf die Bimes. Das wurde auch beim jüngsten Fischerfest deutlich, als sich die Bimes kaum am Programm des Festes beteiligte. „Das hat die Einstellung der Bimes gezeigt. Das Unternehmen zeigt nicht das Engagement, das wir uns erhofft haben“, sagt Krakows Bürgermeister. Geistert hofft, mit dem neuen Pächter wieder eine Fischgastronomie ins „Hüdenhus“ zu bekommen.

„Wir haben einfach keinen Pächter für das Restaurant gefunden. Wir haben alles versucht, aber es hat nicht geklappt. Das tut weh“, versucht sich Guido Thies, Geschäftsführer der Bimes, zu rechtfertigen. Er würde den Krakower See mit seinem Binnenfischereiunternehmen gerne weiter bewirtschaften. „Ich bin Fischer mit Leib und Seele.“ Er sei traurig und auch ein bisschen enttäuscht, dass die Stadt nach so langer Zusammenarbeit den Pachtvertrag mit der Bimes vorfristig gekündigt habe, so Thies.


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