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Güstrow : Schimmelgefahr in Kita: Kinder müssen raus

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Jetzt zieht das Butzemannhaus aus. Die städtische Kindertagesstätte muss zweieinhalb Jahre nach der Eröffnung bereits saniert werden. Feuchtigkeit ist ins Mauerwerk des Neubaus eingedrungen. Schimmel macht sich breit.

Güstrow | Jetzt zieht das Butzemannhaus aus. Die einzige städtische Kindertagesstätte muss zweieinhalb Jahre nach der Eröffnung bereits saniert werden (SVZ berichtete). Feuchtigkeit ist ins Mauerwerk des 800 000 Euro teuren Neubaus eingedrungen. Schimmel macht sich breit. Das Gebäude nach und nach zu sanieren und einen Bereich nach dem anderen trockenzulegen, birgt Gefahren in sich, darin sind sich Gesundheitsamt des Landkreises und Stadt einig. Jetzt sollen die Schäden in drei bis vier Monaten behoben sein.

Die Umzugskartons stapeln sich. An vorweihnachtliche Stimmung ist gestern im Butzemannhaus nicht zu denken. Eltern, die es einrichten können, lassen ihre Kinder heute zu Hause. Ab Montag müssen sie ihren Nachwuchs in der Kita "Klimperkiste" auf dem Distelberg unterbringen.

Das Gesundheitsamt des Landkreises, so berichtet Bürgermeister Arne Schuldt, fordere den Auszug der Kinder. Der Grund: Bei einer schrittweisen Sanierung, die sich über Monate hinziehen würde, könnten gesundheitliche Schäden bei den Kindern nicht ausgeschlossen werden.

Bei der Suche nach einem Ausweichobjekt erwies sich der SVZ-Beitrag am 3. Dezember als sehr hilfreich. "Der Arbeitersamariterbund meldete sich bei uns und bietet die ,Klimperkiste’ an", berichtet Schuldt. Dort gibt es freie Kapazitäten. Die Kinder aus dem Butzemannhaus haben dort einen abgeschlossenen Bereich zur Verfügung. Die Gruppen können zusammenbleiben. "Wir haben es uns angesehen. Es ist in Ordnung", sagt Carla Schulze, Vorsitzende der Elternvertretung. Niemand wolle die Kinder weiter im Butzmannhaus belassen. Eltern und Kita-Team würden weiter zusammenstehen, betont Carla Schulze. Man wolle den guten Ruf der Kita wahren, gegenüber der Stadt sich aber als Elternvertretung klar positionieren. Daran arbeite man. In Frage zu stellen sei für die nächsten Monate beispielsweise die Höhe der Elternbeiträge.

Zur Ursache konnte Jürgen Schmidt gestern noch keine neuen Aussagen treffen. Es sei nach wie vor davon auszugehen, dass durch den starken Regen im Sommer Wasser durch die Bodenplatte ins Gebäude eindringen konnte, erklärt der Geschäftsführer der Immobilien und Gebäudemanagement GmbH, eine Tochter der Wohnungsgesellschaft Güstrow und Eigentümerin der Kita. Auch seien bauliche Mängel nicht auszuschließen.

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erstellt am 16.Dez.2011 | 10:26 Uhr

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