Schiffsmodelle : „Schiffskapitäne“ aus Mecklenburg bei Flottenparade an der Förde

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Modellbauer aus Bützow, Güstrow und Blankenberg suchen Verstärkung / Nächste Präsentation beim Inselseefest in Güstrow

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14. Juli 2014, 06:00 Uhr

Spannende Tage liegen hinter Hartmut Böhnke aus Bützow, Steffen Strauß aus Güstrow und Bernd Janella aus Blankenberg. Die drei Männer aus Mecklenburg haben sich einem besonderen Hobby verschrieben. Sie fertigen Schiffsmodelle an. Und zwar nicht irgendwelche, sondern historische Segelschiffe, Marineschiffe bis hin zu modernen Offshore-Schiffen. Nun nahmen sie an einer Flottenparade in Flensburg teil.

Die drei Hobbybastler wurden eingeladen von der Modellbaugruppe Nord . Ihr gehören insgesamt 28 Mitglieder aus den nördlichen Bundesländern an, erzählt Hartmut Böhnke. „Neben vielfältigen Veranstaltungen lädt der Verein alljährlich zu einer Flottenparade nach Flensburg an das eigene Vereinsgewässer ein“, so der Bützower. In diesem Jahr erlebte diese Veranstaltung bereits ihre 27. Auflage. „Für uns drei Modellbauer aus Mecklenburg war es der zweite Auftritt unter den rund 40 bis 50 Modellbaufreunden.“

Mit der Flottenparade wollen die Vereinsmitglieder einer breiten Öffentlichkeit ihr Hobby näher bringen. Geht es doch auch darum, die Entwicklungsgeschichte der Marine festzuhalten. Immerhin befinden sich hier im Norden die Marinestützpunkte, sind Teil der Geschichte und der Gegenwart. Umso mehr freuen sich die Modellbauer über die vielen Gäste, „die den weiten Weg nach Flensburg auf sich genommen hatten.“

Bereits am ersten Tag fand die erste Ausfahrt statt. Die sei nur durch die starken Regengüsse unterbrochen worden. „In geselliger Runde wurden auch fachliche Details diskutiert, die jedem eine Hilfe bei der doch sehr individuellen Arbeit an den Modellen sind“, so Hartmut Böhnke.

Am zweiten Tag fand dann die große Ausfahrt gemischt und nach zeitlichen Epochen statt. Hartmut Böhnke: „Die Zeit von 1871 bis 1918 verkörpert die Zeit der Kaiserlichen Marine mit ihren entwicklungsgeschichtlich interessanten Modellen. Eine weitere Epoche folgte mit den Schiffen der jungen Reichsmarine ab 1920 bis zur Kriegsmarine bis 1945 sowie mit Modellen der Marinen anderer Staaten, wie den USA, England und Russ-land. Die dritte Epoche verkörpert Marineschiffe ab Ende des 2. Weltkrieges bis in die Gegenwart.“ Das Fahren im Verband sei eine anspruchsvolle Aufgabe und verlange viel Konzentration. Die Unfälle bedeuten immer zusätzliche „Kellerarbeit“, sagt Hartmut Böhnke und lacht. „Glücklicherweise kam es bei den diesjährigen Treffen zu keinen größeren Schäden.“

Alle Modelle konnten sich die Besucher auch ganz aus der Nähe anschauen. „Das führte zu vielen interessanten Gesprächen, nicht nur untereinander, sondern auch mit den zahlreichen Besuchern der Flottenparade.“

Ein großes Problem für die Modellbauer ist immer der Transport, zumal bei den größeren Modellen von über zwei Metern Länge mit dem entsprechenden Zubehör ein erhebliches Gewicht entsteht. Mal werden die Modelle in Pkw verstaut. Doch gerade bei längeren Reisen macht sich ein Kleintransporter erforderlich. „In diesem Jahr griff uns die Bützower Unternehmerin Susann Röwe unter die Arme. Ohne solche Hilfe wäre ein solches Hobby nicht möglich.“

Hilfe ist aber nicht nur dabei notwendig. „Wir würden uns freuen, wenn wir auch hier in Mecklenburg-Vorpommern weitere Mitstreiter finden würden.“ Wer sich vielleicht genauer darüber informieren möchte, der hat dazu beim Güstrower Inselseefest Gelegenheit. Denn die Modellbauer sind am Sonnabend, 2. August, ab 10 Uhr, dort anzutreffen und stellen ihr Hobby in der Barlachstadt vor.

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