Güstrow : Schicker „City-Blick“, aber davor maroder Charme

Dieser Gehweg ist eine Gefahr.
1 von 3
Dieser Gehweg ist eine Gefahr.

Bürger ärgern sich über den katastrophalen Zustand der Wallensteinstraße in Güstrow. Vor allem deshalb, weil sie nicht zu dem Neubaugebiet sowie dem neuen Ärzte- und Wohnhaus passt. Vor Frühjahr 2015 wird die Stadt aber nicht handeln können.

svz.de von
02. Juli 2014, 06:00 Uhr

Bürger ärgern sich über den Zustand der Wallensteinstraße in Güstrow. Sie passt nicht zu dem, was links und rechts von ihr im Neubaugebiet „City-Blick“ oder „Schloss-Blick“ bzw. mit dem Ärzte- und Wohnhaus entstanden ist. Denn die Straße ist trotz des Nicht-Winters in einem katastrophalen Zustand. Mehrere Löcher beinträchtigen den Fahrzeugverkehr, besonders aber den der Motorrad- und Fahrradfahrer. „Natürlich soll man immer auf die Straße schauen. Aber wenn man doch einmal in ein solches Loch kommen sollte, dann ist die Gefahr sehr groß, zu stürzen und sich zu verletzen“, ist vor allem der Tenor der Radler.

Warum hier die Stadt – die Wallensteinstraße ist eine kommunale Straße – mitten im Sommer noch nicht reagiert hat, die größten Löcher zu stopfen, ist nicht geklärt. Zumal Andreas Brunotte, 1. Stadtrat, im SVZ-Gespräch schon vor einigen Tagen angekündigt hatte, dass die Straße geflickt werden soll.

Unzumutbar ist inzwischen auch der Gehweg vor dem neuen Wohngebiet. Gehwegplatten sind verschwunden und nicht ersetzt worden. Dort, wo keine mehr sind, ist die Stolpergefahr besonders groß. Und von schön kann auch keine Rede sein.

Hässlich sind ebenfalls die alten Zäune. Sie passen wie die restlichen Hecken und Büsche überhaupt nicht zu den neuen Häusern.

Andreas Brunotte kann die Situation nicht abstreiten, bittet aber trotzdem um Geduld. „Natürlich werden wir uns kümmern und die Stadt wird ihre Straße und die Gehwege an das sehr schöne Wohngebiet anpassen. Das werden wir aber erst machen, wenn das Gebiet ganz fertig ist“, erklärt er. Da es aber vermutlich „sehr werthaltig“ sein werde, müsse hier die Stadtvertretung Beschlüsse fassen. Andreas Brunotte peilt deshalb das Frühjahr 2015 an.

Der 1. Stadtrat erwähnt aber auch Hindernisse, die die Terminplanung für dieses Gebiet erschweren. Er nennt als Beispiel die Lärmschutzwand, die zum 31. Dezember zum Studentenkeller hin aufgestellt sein soll, aber für die es noch keine Baugenehmigung geben soll. Auch die Verrohrung des Grabens müsse noch erfolgen, so Andreas Brunotte. Bleiben aber die Löcher des Nicht-Winters auf der Straße…


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen