zur Navigation springen

4. Linstower Wiesn : Schicke Madels und fesche Buben

vom

Der Bretterboden bebt, die 60 Servicekräfte in Lederhosen, karierten Hemden und feschem Dirndl stemmen die Maß-Biere und schwirren vom Tresen aus in alle Richtungen aus - so stellt man sich ein Oktoberfest vor.

svz.de von
erstellt am 30.Sep.2013 | 12:02 Uhr

Linstow | Der Bretterboden bebt, die 60 Servicekräfte in Lederhosen, karierten Hemden und feschem Dirndl stemmen die Maß-Biere und schwirren vom Knotenpunkt Tresen aus in alle Richtungen aus - so stellt man sich ein Oktoberfest vor. Das bayerisch dekorierte Festzelt ist riesig, an den Bänken und Tischen feiern bestens gelaunte Gäste; alles ganz wie in Münchener. Gefühlte 50 "Prosits der Gemütlichkeit" und mitreißende Stimmungsmusik steuert die Original- Oktoberfestband "Die Bamberger Zwiebeltreter" bei. Im Van-der-Valk-Resort Linstow steppte der bayerische Bär.

Am Freitagabend strömten 1500 Gäste in das Zelt mit dem blau-weiß gestreiften Dach, zur ausverkauften Veranstaltung am waren es 2000 Gäste beim Oktoberfest im Norden. Es waren friedliche "Wiesn". Ohne Zwischenfälle feierten die Massen am Wochenende bis tief in die Nacht hinein. Dabei fielen eher die Gäste auf, die nicht in Tracht erschienen. Die Mehrheit der Besucher war sich gehörig in Schale. Die Frauen genossen es, sich im farbenfrohen Dirndl mit tiefen Ausschnitten zu zeigen. Doch auch die Männer mit Filzhüten, originellen Lederhosen und schicken Hemden ließen sich nicht lumpen. "80 Prozent der Gäste erscheinen in Trachten. Das nehmen die Mecklenburger echt super an" berichtet Viola Dudek, die Veranstaltungsleiterin. Diesen Eindruck hatte auch die Krakowerin Petra Danziger. "Ich habe das Gefühl, die einzige Frau ohne Dirndl zu sein", muss sie gestehen. Nicht nur Mecklenburger und Besucher aus ganz Deutschland schunkelten am Wochenende auf den Bänken, sogar ein Tisch mit Gästen aus New York gab es an beiden Abenden. Gäste aus Dänen und aus den Niederlanden gehören schon wie selbstverständlich dazu.

Rund 5000 Liter Bier liefen durch die Kehlen

Erste Hochrechnungen vom Küchenchef Andreas Verhoef und Restaurantleiter Thomas Mohn ergaben, dass 2500 Gerichte wie Weißwürstl mit süßem Senf und Brezeln, halbe Brathendl und Haxen mit Brot auf den Besuchertellern landeten. Etwa 5000 Liter "Allgäuer Büble", ein Bier, das extra "für uns im Norden gebraut wurde", wie der Restaurantleiter verriet, tranken die bestens gelaunten Gäste an beiden Abenden. "Oans, zwoa, gsuffa!" war Programm.

Kathrin Käther war zusammen mit 26 Leuten erstmals zur Linstower Wies’n gekommen. "Es ist warm, das Zelt ist riesig und wirklich niemand hat schlechte Laune", freute sich die Bützowerin. Und das beste sei, dass sie dafür nicht weit reisen müsste

Ein besonderer Höhepunkt an beiden Abenden war der Auftritt des Ballermann-Stars Vollker Racho. Scheinbar niemand saß noch still, als Hits wie "Schatzi schenk mir ein Foto" oder "Das rote Pferd" die Stimmung im Zelt zum Sieden brachten. Gäste hüpften auf den Bänken oder tanzten auf den Tischen. Das Mobiliar hielt dem nicht immer stand, weiß Benito Krüger, Technischer Leiter. 15 bis 20 Bänke und Tische mussten pro Abend ausgetauscht werden.

Dass sich die Mitarbeiter das ganze Jahr auf die Wies’n freuen, stand ihnen ins Gesicht geschrieben. "Sie sind im Vorfeld aber auch total nervös", schmunzelt Christiane Pässler, die u.a. für den Bereich des Service zuständig ist.

Etwas ruhiger, aber dennoch zünftig ging es gestern zum Abschluss zu. Zum Bayerischen Brunch mit Blaskapelle lud das Van-der-Valk-Resort um die Mittagszeit ins Festzelt ein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen