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Güstrower Anzeiger

20. August 2017 | 00:36 Uhr

KunstOffen : Schauen, hören und genießen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Am Wochenende öffneten Kunstschaffende ihre Werkstätten, Ateliers und Galerien für Besucher.

Hannah Stoll spielt Saxophon. Leichtigkeit und gute Laune strahlt der Garten von Heike Melzer mit all den Gästen, die hier Fotos, dort Näharbeiten und Malerei anschauen, aus. Eine dunkelgraue Wolke. Schnell hängt André Krol seine Fotos am Eingang zum Garten mit Folie ab. Heike Kreklau bringt ihre Bilder in einem Glaspavillon in Sicherheit. Schon prasselt der Regen, trommeln die Hagelkörner auf dem Glasdach. Damit mussten Künstler, Hobbykünstler und Kunsthandwerker am „KunstOffen“-Wochenende leben und möglichst das Beste daraus machen.

„Wir haben erstmals eine Musikerin mit eingeladen – Hannah Stoll mit ihrem Saxophon – für die Gäste und für die Aussteller“, erzählt Heike Melzer. Für einen schönen Ausklang, fügt sie hinzu. Zum vierten Mal war die Lehrerin bei „KunstOffen“ dabei und sehr zufrieden mit vielen Besuchern in Bölkow. Die Vielfalt der Angebote in ihrem Garten mag ein Grund für die sehr gute Resonanz sein. „Hier finden sich Freunde zusammen“, erklärt Heike Kreklau. Erstmals stellte André Krol aus Hoppenrade, sonst für seine Karikaturen bekannt, auch Fotos aus. Und Gerd Simoni zeigte, was man aus einem Foto durch Bildbearbeitung herausholen kann. Eingebracht haben sich erstmals aus Peter Melzer und Sohn Christoph Melzer. Sie nahmen rund 500 Jahre alte Hölzer von einem Fachwerkhaus und gestalteten damit Lampen.


Diskussion zu Trends im Kunsthandwerk


Auf ochsenblutrote Keramit – Markenzeichen von Jörg Mücket – und feines Porzellan und Schmuck von Susanne Mücket trafen die Besucher bei Mücket-Design in Groß Breesen. „Wir sind jedes Jahr zu Pfingsten unterwegs“, berichtet Holger Thiessen aus Börgerende. Dabei genieße man die Kombination von Kunst und Kultur mit dem Erleben einer herrlichen Landschaft. „Hier ist es eine wunderschöne Seenlandschaft, in der man im Winter vielleicht nicht wohnen möchte“, fügt er hinzu und ist mit seiner Frau Gerlinde Thiessen schon wieder mit Mückets im Gespräch über Trends im Kunsthandwerk, über Keramik und Porzellan und darüber, dass man das Porzellan auf dem Vormarsch sehe.


Schönes Gefühl willkommen zu sein


Vielfältig war es wie in jedem Jahr in und vor der Kapelle in Diekhof: Fotografie, Grafik, Lyrik, Installationen und eine Ausstellung die Ergebnisse des Projektes „Erlebnispalette“ mit syrischen Flüchtlingen und Bewohnern des Dehmener Wichernhofes im Güstrower Kunsthaus. „Es war eine tolle Sache, so wunderbar zu sehen, wie Menschen über Kunst Zugang zueinander finden“, sagt Jason Krumbein, Kunsttherapeut auf dem Wichernhof. Auf den Bildern spielen das Meer und Boote eine gewichtige Rollen. Während er mit Waltraud Hauff aus Güstrow noch über das Projekt diskutiert, füllt sich die Kapelle zum Konzert mit „Du & O“, Lydia Kraus am Klavier, Alexa-Karina Schöne, Altsaxophon. Es sei schon etwas Besonderes – „KunstOffen“ in Diekhof –, meinte Waltraud Hauff nach dem Konzert. „Man fühlt sich hier eingeladen und willkommen, trifft Leute und wird auch noch bewirtet“, meint die Güstrowerin. Ein bisschen sei es auch immer ein kleines Dorffest in Diekhof, sagt Inge Illge, die zusammen mit Amina Appelt einlädt.

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von
erstellt am 17.Mai.2016 | 05:00 Uhr

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