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Güstrow : Schau zu Extremismus im Mehrgenerationenhaus

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Demokratieentwicklung beginne in der Familie, weiß Inken Balla, Leiterin des Mehrgenerationenhauses. Die aktuelle Ausstellung soll Denkanstöße liefern.

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erstellt am 13.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Noch bis Anfang Oktober ist im Awo-Mehrgenerationenhaus eine Ausstellung unter dem Motto „Mein Kind ist rechtsextrem“ zu sehen. „Es geht uns im Kern um die Extremismusprävention. Demokratieentwicklung beginnt in der Familie und da wollen wir ansetzen“, erklärt Einrichtungsleiterin Inken Balla. Auf Infotafeln können sich Besucher über dieses Thema informieren und als Betroffener auch Orientierungshilfen finden.

In der Landeskoordinierungsstelle Demokratie und Toleranz wurden die Kräfte aus verschiedenen Trägern und Einrichtungen gebündelt. „Eine Arbeitsgruppe, auch mit Mitarbeitern aus unserem Haus, erstellte diese Ausstellung“, sagt Inken Balla weiter.

Für die Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses gehört das Thema Extremismus zur täglichen Arbeit. „Darum haben wir auch die Ausstellung zu uns geholt, um sie möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen“, sagt Balla. Die Schau richte sich nicht nur an Eltern, die eine Veränderung an ihren Kindern bemerken. „Sie richtet sich genauso an Großeltern oder sogar die Kinder selbst“, fügt Balla hinzu. In erster Linie sollen damit Denkanstöße gegeben und eine kritische Auseinandersetzung mit Extremismus in jede denkbare Richtung forciert werden. „Für Fachleute bieten wir weiterführendes Material an und Betroffene können sich natürlich direkt an uns wenden“, bietet die Leiterin des Mehrgenerationenhauses an.

„In einem persönlichen Gespräch können ganz individuelle Lösungswege entwickelt werden. Das bleibt natürlich alles anonym“, sagt Inken Balla, die weiß, dass eine persönliche Betreuung unerlässlich ist, um die Probleme in der Familie anzugehen.

Gerade die Ergebnisse der Landtagswahl hätten gezeigt, wie wichtig es sei die Demokratie zu stärken. „Wir brauchen ein demokratisches Miteinander, um die Ziele zu erreichen, für die wir stehen“, sagt Balla. Die Ausstellung, die noch bis zur Interkulturellen Woche, 25. September bis 2. Oktober, zu erleben sein wird, bietet hierfür einen ersten Impuls. Die Schau ist Montag bis Donnertag von 8 bis 17 Uhr und Freitag von 8 bis 13 Uhr im Flur des Mehrgenerationshauses am Platz der Freundschaft zu sehen.

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