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Güstrower Galerie : Schau erst wieder zur Kunstnacht

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Verein zur Förderung religiös motivierter Kunst saniert Haus in der Güstrower Besserstraße 1 / Kein Ausstellungsbetrieb bis August

Seit November läuft die Sanierung des Hauses in der Besserstraße 1. Bauherr ist der Verein zur Förderung religiös motivierter Kunst, der das Haus seit 2002 in Erbpacht übernahm und seit 2004 dort eine Galerie betreibt. Bis voraussichtlich August bleibt die Galerie geschlossen.

„Wir haben zunächst mit der Sanierung im Inneren begonnen, Fußböden und Türen weitgehend nach originalen Vorlagen wieder hergestellt, aber uns war schon damals klar, dass wir uns auch um die Fassade, die Fenster und das Dach kümmern müssen“, erinnert sich Reinhard Schlegel. Der stellvertretende Vereinsvorsitzende macht aber auch deutlich, dass das bei zirka 30 Mitgliedern ein nahezu aussichtsloses Vorhaben sei. Bewegung in die Pläne kam wieder, als die Stadt Unterstützung durch Fördermittel aus der Altstadtsanierung anbot. Dennoch muss der Verein noch eine ansehnliche Summe aufbringen, die vor allem durch Sponsoren gesichert wird.

Erbaut wurde das Haus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1921 veranlasste der Bischof von Osnabrück den Kauf des Gebäudes. Seit 1942 ist es Pfarramt und wurde Sitz von Pfarrer August Niemeyer. Nach dem Krieg drohte der Verfall der Immobilie. „Das Haus in der Besserstraße 1 wurde geplündert. Da flog alles aus den Fenstern auf die Straße, Geschirr, Bücher, Möbel“, heißt es in einem alten Bericht. Eine Sanierung zu DDR-Zeiten hatte sich auf den Innenbereich konzentriert, Schmuckelemente und Stuckanteile an der Fassade verfielen allmählich. „Das soll sich jetzt ändern. Wir haben uns alte Fotos besorgt und wollen die Fassade nach den historischen Vorbildern gestalten“, bestätigt Schlegel. Damit soll auch eine Art Eingangstor zur Besserstraße wieder hergestellt werden, denn die gegenüberliegende Nummer 5 ist bauähnlich im Stil von Torhäusern entstanden. „Vor allem aber sind wir dann nicht mehr die ‚graue Maus’ im Ensemble der Thälmannstraße“, freut sich der stellvertretende Vorsitzende. Für den Außenanstrich soll eine ziegelrotähnliche Farbe eingesetzt und Stuckarbeiten und Fensterfaschen hell abgesetzt werden. „80 Prozent der Außenarbeiten sind erledigt“, bilanziert Schlegel und hofft auf einen weiteren milden Verlauf des Winters.

Aber dann ist wieder die Mithilfe der Vereinsmitglieder gefragt. Mal- und Tapezierarbeiten in der Galerie stehen an und der Depotraum für die Kunstwerke muss fertig gestellt werden. Reinhard Schlegel hofft, dass alle Arbeiten bis zum Ende des Sommers erledigt sind. Als Ziel hat sich der Verein gestellt, die Galerie mit einer Ausstellung zur Güstrower Kunstnacht am 2. Oktober wieder in Betrieb zu nehmen.

 


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