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Schloss Güstrow : Schau der versteckten Botschaften

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ausstellung „Außer Kontrolle“ ging mit Finissage im Güstrower Schloss zu Ende / Museumspädagogisches Interesse groß

svz.de von
erstellt am 15.Feb.2016 | 07:00 Uhr

Die Vielfältigkeit der Ausstellung im Güstrower Schloss hat die Besucher begeistert. „Außer Kontrolle! Farbige Grafik & Mail Art in der DDR“ – das Thema hat viele angesprochen, die diese Zeit erlebten und so an manches erinnerten. So waren am Sonnabend viele Gäste zur abschließenden Führung mit der Co-Kuratorin Christina Katharina May gekommen.

„Das Kinder- und Jugend-Programm in der Ausstellung wurde genutzt“, freut sich die Co-Kuratorin, die gemeinsam mit Dr. Kornelia Röder die Ausstellungen in Schwerin und Güstrow zusammen gestellt hat. Grenzüberschreitende Kunstformen wie Mail Art (Postkunst oder Korrespondenz), experimentellen Happenings (Ereignissen) und Performances (Aufführungen) gehörten in Güstrow dazu. In Schwerin war es eher die farbige Grafik.

Es war eine eher außergewöhnliche Ausstellung. Sie zeigte, wie die Künstler trotz Zensur Botschaften auf speziellem Wege verschlüsselt auf Postkarten, in Bildern oder auch in darstellender Form ausdrücken konnten. „Mail-Art-Künstler haben sich ganz bewusst gegen das System gewandt und Strategien entwickelt, dieses zu umgehen“, so Christina Katharina May.

Briefe seien zugenäht worden oder manche Nachricht per Kondolenzpost verschickt worden. Zu vielen Ausstellungsstücken wusste die Co-Kuratorin eine Geschichte zu erzählen. So verging in Windeseile eine Stunde voller Informationen in den Räumen des Schlosses. „Ich war auch schon bei der Führung mit Dr. Kornelia Röder dabei und fand das alles sehr interessant“, erzählte Mario von Weber, einer der Gäste der Finissage. Manches sei ihm aber erst am Sonnabend bewusst geworden, so der Mühl Rosiner.

Uwe Küstner aus Mistorf war ebenfalls von der Schau angetan. „Es ist eine sehr umfangreiche Sache. Deutlich wird hier, es hat damals Freiräume gegeben und so manches ist durchgegangen, wie das Kabarett“, sagte er. Er würde sich so eine Ausstellung auch für den Amateurbereich wünschen. Dort sieht er ein großes Potenzial.

Hildegard Steinecke fand in der Ausstellung manch bekanntes Stück. „Wir sind mit den Künstlern groß geworden. Es sind schon spritzige Karten dabei, bei denen jeder sofort weiß, was gemeint ist“, sagte die Güstrowerin.

Für einen passenden Ausklang am Sonnabend sorgten die Gruppe „Phonautics“ und „N Meinein“ mit elektronischen Geräuschen. Vielleicht trägt sich die Botschaft der Ausstellung weiter. Viele Schülergruppen haben sich in Projekten mit Monika Lehmann museumspädagogisch mit er Ausstellung befasst.

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