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Krakow am See : Schandfleck am Jörnbergweg bald Stadtvertreter-Thema

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Krakow am See: Bernd Gerlich fand mit Petition zum Zustand des Ex-Gästehauses des Rates des Bezirkes Schwerin Gehör / Eigentümer ist Jochen Hornung

Bernd Gerlich ärgert sich über einen Schandfleck am Jörnbergweg in Krakow am See, über das ehemalige Lebenshilfe- Wohnheim für behinderte Jugendliche, das in der DDR Gästehaus des Rates des Bezirkes Schwerin war. Für Gerlich ist das Gebäude in exponierter Lage am Krakower See einer der auffälligsten Schandflecke. „Ich bin verärgert, dass der Eigentümer das Haus verkommen lässt“, heißt es in einer Petition des Krakowers, die er auf der vergangenen Stadtvertretersitzung öffentlich machte. Und Gerlich fand bei den Stadtvertretern Gehör. Die Stadtvertretung wird sich vermutlich schon in der nächsten Sitzung im Mai mit dem Komplex, der unter Denkmalschutz steht, beschäftigen. Auch dieser Fakt ist es, der Bernd Gerlich ärgert. Gerlich möchte, dass das Gebäude umgehend gesichert wird, um einen weiteren Verfall zu verhindern. Der Krakower erinnert Behörden im Landkreis an ihre Verantwortung zu handeln.

Auch SVZ beschäftigte sich mehrfach mit dem Objekt, das dem Krakower Jochen Hornung gehört. Das letzte Mal berichteten wir am 13. Juni 2012 über das Ex-Gästehaus der DDR-Oberen. Tenor ähnlich wie die Äußerungen Bernd Gerlichs.

Zur Erinnerung: Seit Ende der 1990er-Jahre verfällt dieses Gebäude – und auch die Ex-Berufsschule daneben – in 1a-Lage zusehends. Versprechen des Investors, dort etwas Neues zu bauen, blieben bisher Schall und Rauch. Im Juni 2012 hatte Hornung als geschäftsführender Gesellschafter der Krakower Gästehaus GmbH in unserer Zeitung angekündigt, das Gelände auf Vordermann bringen zu wollen. Er wollte mit dem so genannten Eulenhaus beginnen, aus dem 2013 ein Ferienhaus werden sollte. In den Anbau sollen Hotel- und Gästezimmer kommen.

Hornung widersprach bisher nie der Kritik, bat aber immer um Verständnis, weil das Projekt Zeit und Geld benötige. Hornung damals in der SVZ: „Kein Grund zum Drängen. Ich werde das Vorhaben ruhig, wie ich es vertreten kann, realisieren.“

Über die Gesamtinvestition redet er nicht. Aber sein Vorgänger Uwe Waibel, dem das Gelände einst gehörte, hatte damals gegenüber SVZ von vier bis fünf Millionen Euro für die Ferienhausanlage gesprochen. Der ehemalige Hotelier scheiterte aber an dem finanziellen Umfang und verkaufte wieder.

Auf Bernd Gerlichs Vorstoß wollte sich Jochen Hornung auf SVZ-Nachfrage nicht äußern. Ihm gefällt dessen öffentliches Vorgehen nicht. Jochen Hornung: „Er hätte mich ansprechen können. Er wohnt nicht weit weg von mir.“


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erstellt am 22.Apr.2014 | 06:00 Uhr

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