Jugendklub Krakow am See : Sanierung des Eiskellers liegt weiter auf Eis

Der Eiskeller in Krakow am See , Teil des Jugendklubs, bleibt auch weiterhin geschlossen.
Der Eiskeller in Krakow am See , Teil des Jugendklubs, bleibt auch weiterhin geschlossen.

Stadtvertreter fordern unabhängiges Gutachten statt kurzfristiger Reparatur / Teil des Jugendklubs im Luftkurort seit Sommer 2013 geschlossen

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27. August 2015, 21:00 Uhr

Eine baldige Sanierung des Eiskellers des Krakower Jugendklubs ist zunächst auf Eis gelegt. Zwar wollte die Stadtverwaltung jetzt kurzfristig Maßnahmen für die Reparatur der Abdichtung des seit 2013 wegen Schimmelbefalls geschlossenen Eiskellers in Höhe von mehr als 10 000 Euro beauftragen, doch die Stadtvertreter gingen da nicht mit. Stattdessen forderten sie zunächst ein Gutachten eines unabhängigen Fachmanns.

Nils Ruhnau (CDU) nannte die von der Stadt angedachten Reparaturen „Flickschusterei“. „Da wird doch nur rumgedoktert. Das soll sich ein Fachmann anschauen“, sagte Ruhnau auf der Stadtvertretersitzung in dieser Woche in Krakow am See. Bevor Geld ausgegeben werde, müsse das Gebäude von unabhängiger Seite begutachtet werden. Auch Christoph Küsters (Linke) sprach sich für ein Gutachten aus. „Der Jugendklub hat einen regen Zulauf. Es muss im Eiskeller zügig etwas passieren“, sagte er.

Chemische Maßnahmen zur Schimmelpilzbekämpfung hätten bisher keinen dauerhaften Erfolg gebracht, schilderte Krakows Bürgermeister Wolfgang Geistert. Im hinteren Bereich des Eiskellers sei ein dunkel verfärbter Bereich im Ziegelmauerwerk erkennbar. In zwei Bereichen des Eiskellers seien bereits jeweils drei Bohrkerne gezogen worden, die in jeweils vier Tiefenabschnitten analysiert worden seien. Bei einem Bohrkern sei im Außenbereich des Mauerwerks erhöhte Feuchtigkeit festgestellt worden. Jede Messung aller Proben habe unterschiedlich hohe Feuchtigkeitswerte ergeben – Ursache für den Schimmelbefall. Die Stadt plante, einen Entfeuchter anzuschaffen, um das Schimmelproblem zu beheben. „Diese Entscheidung löst das Problem aber nur teilweise und nicht vollständig“, heißt es von der Stadt.

Auch deshalb forderte die Mehrheit der Stadtvertreter zunächst ein Gutachten. Bürgermeister Geistert hält das nicht für zielführend. Er bemerkte: „Ein Gutachten kostet Zeit und Geld.“ Er hält es für fraglich, ob ein Gutachten entscheidend andere Erkenntnisse bringen könne als die bisher vorliegenden. Das DRK nutze den Jugendklub nicht täglich, so dass der Eiskeller nicht ausreichend gelüftet werde. Die Bildung von Kondenswasser werde somit begünstigt. Die Heizungs- und Lüftungsanlage müsse so eingesetzt werden, dass Kondenswasser keinen Nährboden für Schimmelpilze schaffe.

„Aber jetzt müssen wir zunächst einmal die Planungsleistung eines Gutachtens ausschreiben“, sagte Geistert gegenüber der SVZ. Mit einer Sanierung des Eiskellers in der Güstrower Straße rechnet er deshalb erst Ende 2017.  

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