Natur- und Umweltpark : Sandkiste für die Waschbären

Mit ihren geschickten Pfoten werden die Nüsse gegriffen – keine fällt herunter…
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Mit ihren geschickten Pfoten werden die Nüsse gegriffen – keine fällt herunter…

Nup Güstrow erhöht Attraktivität der Schaufütterung. Leckerlis werden versteckt. Das Futter finden, ähnelt Beute fangen

svz.de von
31. Juli 2014, 21:00 Uhr

Die Waschbären im Güstrower Natur- und Umweltpark (Nup) haben seit einigen Tagen eine Sandkiste, die bei Regen zu einer Modderkiste wird. „Es ist ein Test, den wir hier machen“, sagt Michaela Stramm, die die Waschbären betreut. „Wir verstecken in dem Sand oder bei Regen in dem Modder Leckerlis wie z.B. Nüsse. Außerdem entdecken die Tiere in der Erde Schnecken oder Würmer“, erklärt sie. Gleichzeitig sei das Futterfinden im Matsch, so die Tierpflegerin, wie eine Ersatzhandlung für das Beutefangen. Auch das Waschen des Futters sei ein Ritual bei den Waschbären – deshalb würden sie ja auch so heißen, so Michaela Stramm.

Für die Besucher der Schaufütterung – die Waschbären sind immer um 16 Uhr dran – dürfte die Sand- und Matschkiste die Attraktivität noch erhöhen. Auch deshalb, weil die Waschbären gegenüber Michaela Stramm sehr zugänglich sind. Allerdings verwöhnt sie sie auch. Immer hat sie Leckerlis in der Tasche. Nicht selten sind die ruckzuck leer, denn die kleinen Finger der possierlichen Tiere kommen schnell überall hinein.

Die Sand- und Matschkiste ist aber auch ein weiterer Schritt, um die ansonsten dämmerungsaktiven Tiere am Tage zu diesem oder jenem Männchen und Spiel herauszufordern. „Bisher ist uns das ganz gut gelungen“, schätzt die Tierpflegerin ein.

Gegenwärtig betreut sie elf Waschbären und zwei Babys, vor einem Monat geboren. Die schleppen die Eltern aber meist hoch oben ins Haus. „Noch ist da keiner rangekommen. Aber bald wird auch der Waschbären-Nachwuchs die Besucher erfreuen“, weiß Michaela Stramm.


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