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3. Güstrower Brunnenfest : Saisonstart mit großem Brunnenfest gefeiert

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Fest lockt tausende Besucher in Güstrower Innenstadt / Oldtimer-Schau zog viele Schaulustige an

von
erstellt am 04.Mai.2015 | 06:00 Uhr

Wasser marsch! Punkt 17 Uhr war es gestern soweit: Fürst Borwin persönlich, wieder dargestellt von dem Güstrower Stadtführer Hans Körner, und das diesjährige Güstrower Frühlingskind Lena Ribbeck (9) schalteten gemeinsam den Borwinbrunnen auf dem Güstrower Pferdemarkt an. Das war der Höhepunkt des 3. Güstrower Brunnenfestes, das gestern den ganzen Nachmittag in der Innenstadt gefeiert wurde. Tausende nutzten das hervorragende Wetter und schlenderten an diesem verkaufsoffenen Sonntag durch die Fußgängerzone der Barlachstadt.

Das Urteil der Organisatoren des Brunnenfestes ist einhellig: „Alles super“, bringt es Wilfried Minich vom Güstrower Gewerbeverein auf den Punkt. Ursprünglich als kleines Fest zum Saisonstart der Einzelhändler gedacht, ist aus dem Brunnenfest jetzt ein richtiger Besuchermagnet geworden. Auch Anett Zimmermann von der Stadt ist überzeugt: „Die vielen Menschen zeigen, dass sich das Brunnenfest etabliert hat. Der Einzelhandel-Start in die Saison, das Anschalten der Brunnen in der Stadt und das Güstrower Zirkusfest – das fällt am ersten Maiwochenende alles toll zusammen.“ Mehr als 50 Geschäfte beteiligten sich gestern am verkaufsoffenen Sonntag.

Auch die Idee, eine große Oldtimer-Schau aus Anlass des Festes auf dem Markt zu veranstalten, ist voll eingeschlagen. „Das zieht die Leute ungemein an. Es brummt“, freute sich Burkhard Bauer von der Güstrow-Card. 20 Oldtimer aus Ost und West fuhren am Nachmittag auf den Markt, bestaunt von einer großen Zahl von Schaulustigen. „Es gab eine große Typenvielfalt. Das weckte Erinnerungen“, so Bauer. Nach dem gestrigen Erfolg denkt er daran, die Oldtimer-Schau zum Brunnenfest im kommenden Jahr noch auszubauen.

Aber noch ein anderer Brunnen als der für Fürst Borwin rückte gestern in den Mittelpunkt: der Fuchs- und Igel-Brunnen, das Güstrower Denkmal für den niederdeutschen Dichter John Brinckman (1814 bis 1870). Borwin- und Brinckmanbrunnen sind die letzten beiden verbliebenen Brunnen in der Güstrower Innenstadt. „Früher gab es hier bis zu 80“, sagt Dieter Kölpin von den Güstrower Plattsnackern in der John-Brinckman-Gesellschaft. Zusammen mit dem Plattdeutsch-Experten und SVZ-Autor Behrend Böckmann präsentierte er gestern eine ganz neue Brunnengeschichte für den 1908 errichteten Fuchs- und Igel-Brunnen. „Dieser Brunnen hat bisher beim Brunnenfest gefehlt“, ist sich Kölpin sicher. Es gehe bei dem Fest doch um alle Brunnen in der Stadt und nicht nur um den Borwinbrunnen. „So verstehe ich jedenfalls das Brunnenfest.“ Künftig wollen sich die Plattsnacker immer beteiligen und am Fuchs- und Igel-Brunnen Lesungen und Vorstellungen aus Brinckmans Werk veranstalten.

 

 

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