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Landkreis : Saalmiete stellt Doberaner Vereine vor größte Probleme

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Wer den Großen Saal in der Außenstelle Bad Doberan des Landkreises Rostock nutzen möchte, sei es für ein Konzert oder andere Veranstaltungen muss dafür tief in die Tasche greifen. Eine bis dreistündige Nutzung des 260 Quadratmeter großen Saales kostet 468 Euro. Ausnahmen sieht die Satzung nicht vor. Deshalb, so bestätigte Landrat Sebastian Constien (SPD), wird die Benutzungs- und Entgeltordnung für Räume in Verwaltungsgebäuden und Schulen des Landkreises Rostock derzeit überarbeitet. Zum Ende des I. Quartals soll eine neue Fassung vorliegen. In der soll es dann die Möglichkeit von Ermäßigungen für die Nutzung im Bereich des Ehrenamtes, z.B. für Benefizkonzerte, geben. „Umsonst geht es nicht, aber wir wollen Vereinen entgegenkommen“, betonte Constien.

Zuvor hatte sich auf der jüngsten Sitzung des Kreistages Horst Schirmer, Leiter des Lehrerchors in Bad Doberan bitter beklagt. Für ein Konzert im Großen Saal in Bad Doberan müsse der Chor 468 Euro hinlegen, für jede Probe müssten 122 Euro gezahlt werden. „Das kann sich kein Chor leisten“, betonte der Chorleiter und fügte hinzu, dass es einfach sei eine Rechnung zu schicken. Ehrenamtliche Kulturarbeit könne so aber nicht mehr geleistet werden. Der Chor biete in der Regel jährlich vier Konzerte und ein Weihnachtskonzert an. Darunter seien auch Benefizkonzerte. Bis zum Inkrafttreten der Entgeltordnung konnte der Saal in Bad Doberan kostenlos genutzt werden.

In der Satzung, so betonte Kreissprecherin Petra Zühlsdorf-Böhm, seien keine Ausnahmen vorgesehen, so dass die Verwaltung bislang nicht anders habe handeln können. Das Problem betreffe in erster Linie die Bad Doberaner. „Die Nutzung des Großen Saals hat eine Geschichte und es gibt kaum Ausweichmöglichkeiten in Bad Doberan“, erklärt Zühlsdorf-Böhm. In Güstrow gebe es hingegen ausreichend Alternativen. Auch habe die Nutzung des Kreistagssaales immer etwas gekostet. Verlangt werden heute für den 157 Quadratmeter großen Saal 282 Euro für maximal drei Stunden. „Der Saal ist kleiner und nicht so prunkvoll und repräsentativ wie der in Doberan“, erläutert die Kreissprecherin den Unterschied.

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