Domgemeinde Güstrow : „Ruhe in aufgewühlten Seelen“

Eintreten für Verständigung: Dompastor Christian Höser mit seinen Gästen Gloria Harrison, Graham Adamson, Josh Penduck und Shell Penduck (v.l.)
 Dompastor Christian Höser 

Pastor Höser: Heute an Familien denken.

von
25. März 2020, 12:00 Uhr

Die „Andacht im öffentlichen Raum“ der Güstrower Domgemeinde war heute im Frauenschutzhaus in Güstrow geplant. Wegen der Corona-Krise kann sie leider nicht vor Ort stattfinden, teilt Pastor Christian Höser mit. Er möchte dennoch alle einladen heute besonders an Familien zu denken, die es mit sich nicht leicht haben.

Menschen plötzlich eng beieinander

Insbesondere unter der Situation der beschränkten Bewegungsfreiheit kann die Partnerschaft oder der kleine Familienkreis zu Hause zu einer großen Belastung werden. Per Homeoffice oder Kurzarbeit sind Menschen plötzlich alle Stunden des Tages im begrenzten Raum beieinander. Wo es ohnehin schon Konflikte in der Partnerschaft gegeben hat, könnten diese nun leicht eskalieren, denkt Höser. „In den etwa 350 Frauenhäusern in Deutschland werden schutzbedürftige Frauen und Kinder aufgenommen. Auch für sie und die Mitarbeiterinnen dort wollten wir heute beten“, erklärt der Dompastor weiter. Eine konstruktive Streitkultur zu befördern, werde angesichts der Herausforderungen immer wichtiger. „Ich erbitte für uns Ruhe in aufgewühlten Seelen, Vernunft in hektischen Gedanken und Besonnenheit in allem Tun“, betont Höser. Foto: sise


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