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Güstrower Anzeiger

24. November 2017 | 10:36 Uhr

Gutshaus : Rüßel holt Tourismus nach Lübzin

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Das Gutshaus Lübzin ist aus seinem Dornröschenschlaf erwacht: Bis Ende 2016 sollen dort Ferienwohnungen entstehen

von
erstellt am 30.Dez.2014 | 05:00 Uhr

Baugerüste, Arbeiter und Transportfahrzeuge – auf dem Gelände des Lübziner Gutshauses herrschte unmittelbar vor den Festtagen noch reges Treiben. Bereits seit den Sommermonaten laufen die Arbeiten an dem Gebäude wieder auf Hochbetrieb. Dort sollen Ferienwohnungen, Gastronomie sowie ein kleiner Wellnessbereich entstehen. „Wir wollen das alte Schloss dem ländlichen Tourismusbedarf entsprechend ausbauen“, sagt Alfred Rüßel, der im Auftrag der Eigentümer-GmbH die Projektsteuerung übernommen hat.


Stalu finanziert Teil des Projektes


Pläne, den Tourismus nach Lübzin zu holen, hatte Rüßel schon früher. Das Gutshaus sollte in ein Hotel umgebaut worden. 2007 wurde das Projekt schließlich für unbestimmte Zeit auf Eis gelegt. „Stillstand“, lautete damals die knappe Antwort. Nun ist die Ruhephase vorbei und Alfred Rüßel hat eine ausführlichere Erklärung: „Nachdem einer der Hauptgesellschafter 2008 verstorben war, mussten wir einige gesellschaftsrechtliche Fragen klären. Es ist uns gelungen, einen neuen Investor zu begeistern.“

Bevor die ersten Gäste einziehen können, haben die Bauarbeiter aber noch viel zu tun. „Es geht jetzt zunächst um die Erhaltung des denkmalgeschützten Gebäudes“, so Rüßel. So wurde das Gebäude in den vergangenen Monaten zunächst vom Hausschwamm befreit, einer Schimmelart, die fast jeden Quadratmeter befallen hatte. Deswegen mussten die alten Holzdecken nun dem Stahlbeton weichen. „Das geschah in Einvernehmen mit der Denkmalschutzbehörde“, betont Alfred Rüßel.

Die aktuellen Arbeiten beschränken sich aber nicht nur auf das Gutshaus. Während es für Gäste von außerhalb flott gemacht wird, soll der alte Speicher auf dem Gelände abgerissen werden.

Wie viel Geld das Bauprojekt genau verschlingt, will Rüßel nicht preisgeben. Er verrät lediglich: „Es handelt sich um eine erhebliche Investition.“ Fakt ist aber, dass die Sanierung des Schlosses zum Teil vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (Stalu MM) finanziert wird. Von diesen Fördermitteln sind bis jetzt 316 000 Euro verbaut werden, verrät Romuald Bittl, Abteilungsleiter des Stalu MM in Bützow. Wie hoch der Förderanteil für die nächsten Bauabschnitte ausfällt, stehe jetzt aber noch nicht fest. „Wir brauchen bis Mitte Januar die Anträge und schauen dann, dass wir das Geld auftreiben können“, sagt Bittl.


Die Arbeiten sollen Ende 2016 fertig sein


Die Mittel für Projekte wie den Schlossumbau in Lübzin stammen aus der „gemeinschaftlichen Aufgabe von Bund und Land zur Verbesserung von Agrarstruktur und Küstenschutz“, erklärt Bittl. Konkret sei das eine Förderung im Sinne der privaten Dorferneuerung.

Das Gutshaus Lübzin scheint also endlich aus seinem Dornröschenschlaf erwacht zu sein. Und auch die Bauherren sind optimistisch: Die Ferienwohnungen sollen nach den aktuellen Planungen bis Ende 2016 bezugsfertig sein, sagt Alfred Rüßel.

Dass es jetzt vorwärts geht, wird auch von den Gemeindevertretern gut aufgenommen. „Wir sind alle froh, dass das nun angegangen wird“, sagt Bürgermeister Siegfried Hoffmann.

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