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Güstrower Anzeiger

18. Oktober 2017 | 00:20 Uhr

SVZ-Sommertour : Rosenpracht und Shabby-Look

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Familie Mintkewitz in Wattmannshagen öffnete gestern bei der SVZ-Sommertour erstmals ihren paradiesischen Garten.

Entdeckergarten, Paradies, Refugium, Ideengeber, Liebesbeweis an die Natur – das waren gestern die Bezeichnungen, mit denen die Teilnehmer der SVZ-Sommertour den Garten von Kathrin und Günter Mintkewitz in Wattmannshagen mit Lob überhäuften.

Einige, wie Burkhard Passehl, waren sogar sprachlos, was sich hinter dem Haus in der Hohenfelder Straße 24 verbirgt. „Was ich hier sehe, überrascht mich und zeigt mir, mit welch andauernder Liebe dieser Garten gestaltet ist“, staunte er. Eva Liebermann aus Sarmstorf war über die fantasievolle Gestaltung des Gartens, bei der man oft beim zweiten Blick Neues entdeckte, begeistert.


Feuertaufe für „Natur im Garten“


Die Güstrowerin Dorit Staedt, die gern Gärten besichtigt, um sich an ihnen zu erfreuen, beeindruckten die Vielfalt und die vielen sinnvollen Sprüche zum Thema Garten. Dem Spruch „Gärten sind wie gute alte Freunde. Sie können trösten, beglücken, versöhnen und begeistern“ stimmte sie z.B. gern zu.

Kathrin und Günter Mintkewitz freuten sich über die sehr gute Resonanz. „Wir waren etwas aufgeregt, denn diese Besichtigung war unsere Feuertaufe“, erzählte die Hausherrin bei der Begrüßung. Weil der Zuspruch so groß war, überlegen beide, ob sie sich 2018 an der Aktion „Natur im Garten“ beteiligen. Das liegt nahe, denn seit 2016 hat der Garten die Plakette „Natur im Garten“. Sie ist u.a. der Beweis dafür, dass im Garten weder mit Pestiziden, löslichem Mineraldünger oder Torf gearbeitet wird. Im Gegenteil, gedüngt wird z.B. mit Brennessel-Jauche. Diese Arbeit gehört zum groben Teil der Gartenarbeit, die Günter Mintkewitz erledigt.

Nach der Geburt ihres zweiten Kindes 1993 nahm die Idee Gestalt an, den Nutzgarten und Hühnerhof zum Blumengarten umzugestalten. „Wir wollten uns bei aller Arbeit, die ein Garten macht, ein Refugium zur Erholung schaffen“, erzählten Kathrin Mintkewitz (51), die Lehrerin an der Inselseeschule Güstrow ist, und Günter Mintkewitz (56), der in Schwerin bei einer Krankenkasse arbeitet. Dazu trugen viele Fahrten in andere Gärten bei, um Tipps zu erhalten.

Kathrin Mintkewitz bezeichnet ihn als Entdeckergarten, in der Rosen das Prä haben. 150 verschiedene Sorten gedeihen verstreut, darunter Ramblerrosen, die bis in die Bäume wachsen und dem naturnahen Garten, wenn sie blühen, im wahrsten Sinne des Wortes die Krone aufsetzen. In den Jahren des Neu- und Umgestaltens suchte Kathrin Mintkewitz aber immer noch nach einer zündenden Idee, wie man den Spagat zwischen einem alten Haus – das wurde um 1850 gebaut und ist das älteste Haus in Wattmannshagen – und dem Garten vollzieht. Ihr gelang das mit dem Shabby-Look. Der verziert Gärten mit alten Gebrauchsgegenständen. Die findet die Familie auf Flohmärkten.

Kjell Bergmann aus Eutin, der Oma Dorit Staedt begleitete, war über Seidenhühner, Wellensittiche und ein Insektenhotel begeistert. „So eins werde ich zu Hause bauen“, hatte auch der Achtjährige sein besonderes Erlebnis.

Die Sommertour klang bei einem Imbiss, den Freundinnen und Kolleginnen von Kathrin Mintkewitz vorbereiteten und betreuten, aus.



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