„Rock am Wind“ : Rock im Schatten der Windräder

„Rock am Wind“: Stefan Schreiber und Jan Thamm von „Show of Freaks“ rocken die Bühne unter den Windrädern.  Fotos: Ralf Badenschier
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„Rock am Wind“: Stefan Schreiber und Jan Thamm von „Show of Freaks“ rocken die Bühne unter den Windrädern. Fotos: Ralf Badenschier

Erstmals „Rock am Wind“ im Windpark in Groß Schwiesow. Acht Rockbands spielen vor 1000 Zuschauern

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20. September 2015, 20:45 Uhr

Sonnabend, kurz nach 17.30 Uhr. Regenwolken hängen über dem Windpark bei Groß Schwiesow. Es braut sich etwas zusammen. Aber nicht am Himmel, sondern unter den 100 Meter hohen Windrädern. Acht Bands wollen im Schatten der tiefstehenden Abendsonne ein besonderes Konzert geben: „Rock am Wind“. Es ist das erste Konzert seiner Art, ins Leben gerufen vom Landesverband MV des Bundesverbandes für Windenergie. Neben Rockmusik gibt es an diesem Abend auch zwei Lichtinszenierungen mit Lasershows im Windpark.


Gelungene Premiere im Windpark


Als die Jungs von „Old-Style 65“ aus Berlin die ersten Töne anschlagen ist es noch relativ übersichtlich vor der Bühne auf dem weiten Areal. Von dem laut Veranstalter bereits im Vorverkauf abgesetzten 500 Eintrittskarten sind deren Besitzer noch nicht zu sehen. Doch nach und nach füllt sich die mit Planen umzäunte Location.

Die Berliner Altrocker packen nach einer halben Stunde ihr „Werkzeug“ zusammen, machen Platz für „Show of Freaks“ aus Parchim. Stefan Schreiber, Sänger und Bassist der jungen Band sprüht vor Energie, da braucht es keine Unterstützung der Windräder, die an diesem Abend still stehen. Vor der Bühne singen Georg Salomon und Tobias Horstmann von der Bützower Band „SonuVab!tch“ die Songs ihrer Rockerkollegen mit. Die Musiker und die Rockfans sorgen bis weit nach Mitternacht für viel Power.

„Eine gelungene Premiere“, resümiert Thom Seiberth von der MDS Eventagentur aus Sternberg. Mit seinem Kollegen Kai Schaurich hatte er das 1. „Rock am Wind“ organisiert. Die beiden waren bereits für die große Benefizveranstaltung zu Gunsten der Tornadoopfer vor kurzem in Bützow verantwortlich. „Ich bin zufrieden mit rund 1000 Besuchern“, sagt Thom Seiberth. „Alles ist reibungslos gelaufen. Auch das Wetter hat sich gehalten.“ Besonders begeistert seien die Zuschauer von den Lasershows gewesen. „Die Kulisse mit den Windrädern, die auch angestrahlt waren, ist schon beeindruckend“, sagt er.

Seiberth und Schaurich sowie auch der Bundesverband für Windenergie denken bereits über eine zweite Auflage im nächsten Jahr nach. „Ideen und Pläne gibt es bereits“, sagt Seiberth. Er denkt darüber nach, dann noch mehr Windräder zu beleuchten. „Und vielleicht präsentieren wir nicht nur Rockmusik, sondern auch andere Musikrichtungen. Man könnte die Veranstaltung auf zwei Abende ausdehnen, also ein richtiges Festival daraus machen“, ist Seiberth überzeugt. Fläche und Umgebung in Groß Schwiesow seien dafür optimal.

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