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Wirtschaft in Güstrow : Ro-Dent investiert drei Millionen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Neues Dental-Labor entsteht in der Güstrower Speicherstraße - Modernste Technik für Zahnersatz in Barlachstadt.

svz.de von
erstellt am 17.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Ro-Dent Güstrow baut in der Güstrower Speicherstraße ein neues Dental-Labor. Jetzt wurde Richtfest gefeiert. „Unser Sitz am Spaldingsplatz ist zu klein geworden. Ein Ausbau dort war nicht möglich. Um in einem harten Verdrängungswettbewerb zu bestehen – in Mecklenburg-Vorpommern gibt es drei Labore dieser Größe – haben wir uns für einen Neubau entschieden“, sagt Ulrich Stutschies, Chef der Ro-Dent-Gruppe, die weitere Dental-Labore in Hamburg, Halle/Saale, Rostock und im Stamm-Standort Eutin hat.

„Wir beschäftigen 170 Mitarbeiter. In Güstrow sind es 23. Nach dem Einzug im April oder Mai nächsten Jahres werden es zehn mehr sein, die unter modernsten Bedingungen perfekten Zahnersatz herstellen werden“, betont der Senior-Chef. Stutschies investiert drei Millionen Euro. War zuerst ein Flachbau mit 600 Quadratmetern geplant, wird das Gebäude jetzt um die gleiche Größe aufgestockt. In der unteren Etage wird das Dental-Labor eingerichtet. „Es ist unsere Vision, Zahnersatz, optimal und genau auf jeden Menschen abgestimmt, herzustellen. Das bedeutet, dass für jeden einzelnen Patienten die ideale und individuelle Lösung mit Material, Funktion und Ästhetik mit dem Zahnarzt gefunden wird“, beschreibt Ro-Dent auf der Homepage die Aufgabe des Unternehmens. Zu den Bereichen, angepasst an die sich verändernde Zahntechnik, gehören Funktionsdiagnostik, Implantatprothetik, ein Scan- und Designzentrum sowie die Umweltzahntechnik. In dem neuen Dental-Labor findet daher hochmoderne CAD/CAM-Technik (Computer Aided Design, Computer Aided Manufacturing) Platz. Die ist zurzeit die neueste technologische Entwicklung in der rekonstruktiven Zahnmedizin. Rocky Paul, Gesellschafter, Geschäftsführer und Betriebsleiter von Ro-Dent Güstrow: „Diese computergestützte Technologie ermöglicht individualisierte Zahnrekonstruktionen und anspruchsvollste Implantatprothetik. Einzelne Zähne, Brücken und Zahnreihen können beispielsweise aus hochfestem, biokompatiblem Zirkoniumdioxid gefräst werden. Die Mitarbeiter freuen sich schon sehr auf das neue Labor und ihren neuen Arbeitsplatz und sehen das als eine neue Herausforderung.“

In der oberen Etage mietet sich der Güstrower Zahnarzt, Dr. Per Fischer ein. „Meine Praxis im Pfahlweg ist zu klein geworden. Daher habe ich sofort zugegriffen als ich von dem Labor-Neubau hörte“, erzählte er beim Richtfest. Für Fischer sind vor allem die kurzen Wege, es sind ja nur paar Stufen ins Labor, ein „Traum“. Er hat aber auch Platz für praktische Kurse. Per Fischer: „Kollegen können mit ihren Patienten zu mir kommen und hier mit ihnen arbeiten.“

Auf dem 9400 Quadratmeter großen Grundstück, auf dem sich Teile des früheren VEB Landmaschinenbau befanden, sollen noch eine Garage und eine Hausmeisterwohnung entstehen. Ulrich Stutschies: „Außerdem bieten wir fünf Grundstücke für Eigenheime an der Nebel an.“

Ro-Dent ist seit 2000 in Güstrow. Petra Stutschies, Ehefrau von Ulrich Stutschies, kaufte damals Dasa-Dent und gründete die neue Firma. Vor zwei Jahren entstand die Idee, ein neues Labor zu bauen. Im Gespräch war zuerst das Gelände, auf dem jetzt die Barmer ist. Ein Neubau am Wasserturm, den Ulrich Stutschies zusätzlich sanieren wollte, zerschlug sich. Stutschies: „Der Bürgermeister lehnte das wegen eines geplanten Straßenausbaus ab.“ Baustart in der Speicherstraße war im Herbst 2016. Der hatte sich verzögert, weil wegen der Erweiterung um eine Etage die Statik neu geprüft werden musste.

 


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