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Schlossgarten Güstrow : Ringe gezählt: Ginkgo rund 150 Jahre alt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Baumscheibe an Uni Greifswald untersucht – Neupflanzung an gleicher Stelle für Herbst angekündigt.

von
erstellt am 19.Jul.2016 | 12:00 Uhr

Der Ginkgo, der einst den Gartenbereich am Wallensteinflügel des Güstrower Schlosses in Szene setzte, war rund 150 Jahre alt, bevor er am letzten Juniwochenende einem Unwetter zum Opfer fiel. Das haben Untersuchungen ergeben, informierte gestern Friedrich-Wilhelm Garve, Projektleiter für die Gestaltung des Schlossgartens.

„Der herbe Verlust war eines der bestimmenden Themen am Informationsstand der Staatlichen Schlösser und Gärten Mecklenburg-Vorpommern zum MV-Tag in Güstrow. Viele Fragen zum Ginkgo kreisten um das Thema seines Alters und seiner Herkunft“, berichtet Garve. Man habe dem Institut für Botanik und Landschaftsökologie an der Universität in Greifswald eine Baumscheibe des Ginkgos zukommen lassen, damit sein tatsächliches Alter bestimmt werden kann. Dafür sei die Schnittfläche sorgfältig geschliffen und poliert worden, damit die Jahresringe besser zu erkennen waren. „Mit Unterstützung eines Computerprogramms konnten 120 Jahresringe ausgezählt werden“, informiert Garve. Für die fehlenden Ringe im weggefaulten Kern habe das Programm weitere 30 Jahre ermittelt. Das Ergebnis habe die von Fachleuten der Schlösserverwaltung getroffene Schätzung auf rund 150 Jahre bestätigt.

Nun darf noch gefragt werden, wann er denn wohl im Schlossgarten gepflanzt wurde? „Wenn es dazu einen besonderen Anlass gab, dürften sich vielleicht Hinweise in Archiven finden lassen“, denkt der Schlossgarten-Projektleiter. „Sicher ist, dass der Ginkgo im Herbst einen jungen Nachfolger an derselben Stelle erhalten wird“, fügt Garve hinzu.

SVZ möchte damit seine Aktion „Ihre Erinnerungen an den Ginkgo“ beenden und wie allen anderen Lesern, die über Begegnungen mit dem Ginkgo schrieben und Fotos dazu lieferten, auch Andreas Bojarra für ein wunderschönes Fotos und Renate Krumpolt danken. Die Klueßerin schreibt von einem Besuch der Enkeltochter Linda aus Bad Kissingen. Gemeinsam mit den anderen Großeltern habe man das Schloss und den Lustgarten besucht und selbstverständlich ein Erinnerungsfoto am Stamm des altehrwürdigen Ginkgos gemacht.


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