Laage : Riesengroße Freude auf neue Kindertagesstätte

Christin Krause, stellvertretende Elternratsvorsitzende, und Sohn Fredo feierten gestern  mit.
Christin Krause, stellvertretende Elternratsvorsitzende, und Sohn Fredo feierten gestern mit.

Neubau komplettiert Bildungsstandort in Laage / Fertigstellung im nächsten Sommer

svz.de von
24. Juli 2014, 06:00 Uhr

Überschäumende Freude brachten gestern nicht nur die vielen Kinder zum Ausdruck, auch Eltern, Erzieherinnen, Mitarbeiter der Volkssolidarität und der Laager Stadtverwaltungen strahlten bei der Grundsteinlegung für die neue Kindertagesstätte mit der Sonne um die Wette. Zuerst war schon in den 1990er-Jahren neben einem Schulhaus (ehemaliges Gymnasium) ein neues Schulhaus entstanden, dann vor einigen Jahren die neue Grundschule und nun komplettiert die neue Kindertagesstätte das Areal, zu dem auch Sporthallen und Sportplätze gehören.


Neubau kostet rund 3,6 MIllionen Euro


„Die Kindertagesstätte ist Teil des Gesamtkonzeptes“, sagt Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst. „Als Stadt sind uns die Kinder wichtig. Wir wissen, dass der Träger zu einer solchen Investition nicht in der Lage ist“, erklärt sie das Engagement der Stadt. Eine Sanierung der Kita an der Rudolf-Harbig-Straße war im Gespräch, als der VS-Anlageskandal dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung machte. Nun investiert die Stadt Laage und vermietet an die VS als Träger. Rund 3,6 Millionen Euro soll der Bau kosten. Das Wirtschaftsministerium MV unterstützt das Vorhaben mit 1,8 Millionen Euro aus Städtebaufördermitteln. Das Innenministerium steuert aus dem Kofinanzierungsprogramm 1,5 Millionen Euro bei. „Mit dem Bau wird der Recknitz-Campus aufgewertet und die Stadt Laage für Familien als Wohn- und Arbeitsort noch attraktiver“, betonte gestern Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus.

In der neuen Kindertagesstätte können 33 Krippen- und 120 Kindergartenkinder betreut werden. Hinzu kommen 132 Hortplätze. „Dabei wird gleich der ab 2016 gültige Betreuungsschlüssel berücksichtigt“, macht Kita-Leiterin Marita Osterloh aufmerksam. Dann sollen im Kindergartenbereich 15 Mädchen und Jungen von einer Erzieherin betreut werden. Heute sind es noch 17. Jeden Tag, so betonte Marita Osterloh gestern, schauen die Kinder, was auf der Baustelle gleich nebenan passiert, zählen quasi die Steine, die bereits aufeinander geschichtet werden. Starten will man dann im neuen Haus im Sommer des nächsten Jahres auch mit einem neuen Konzept. Die starre Einteilung in Gruppen soll dabei zum Teil aufgehoben werden. In den Mittelpunkt rücken mehr die Neigungen der Kinder.

„Meine drei Kinder werden alle etwas von der neuen Kita haben“, freut sich Christin Krause über den Neubau. Die stellvertretende Elternratsvorsitzende hätte nicht gedacht, dass alles so schnell geht. „Es wird jetzt höchste Zeit für etwas Neues“, betont die Mutter. Die Bedingungen in der alten Kita könnten niemanden mehr zufrieden stellen. Obwohl der Träger sich stets um Reparaturen bemüht habe und die Eltern für manche Verschönerung sorgten. Mehr sei nicht möglich gewesen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen