zur Navigation springen

Segelsport : Richtiges Kentern will geübt sein

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ruhe bewahren, Boot aufrichten, Wasser schöpfen: Güstrower Segelvereine üben das Kentern in der „Oase“.

svz.de von
erstellt am 30.Jan.2017 | 05:00 Uhr

In einen See hatte sich am Sonnabendvormittag das Schwimmerbecken der „Oase“ verwandelt. Drei Boote des Typs „Optimist“ schaukelten auf dem Wasser, kenterten und wurden von den Insassen immer wieder aufgerichtet. Bereits das sechste Jahr in Folge stand das Kentertraining als Teil des Wintertrainings auf dem Programm der Segler. Die drei Güstrower Vereine Wassersportverein (WVG), SV Einheit (SVEG) und Segelverein (SVG) sowie der Plauer Segelverein hatten ihre jungen Sportler in die „Oase“ geschickt.

„Das Kentern muss immer wieder geübt werden, denn es erfordert schon Kraft und etwas Technik, um das Boot wieder aufzurichten. Schnell sollte es auch gehen, denn man darf in einer Regatta ja nicht zu viel Zeit verlieren“, erläutert Ludger Wetzke, Jugendobmann beim WVG, die Notwendigkeit dieser Übungseinheit. Vor allem sollten die Kinder und Jugendlichen die Ruhe bewahren, wenn sie ein nicht geplantes Bad im See nehmen müssen. Letzter Arbeitsgang nach dem Aufrichten ist dann das Ausschöpfen des Wassers.

Ludger Wetzke schaut mit seinen jungen Seglern auf eine gelungene Saison 2016 zurück. Erstmals hatte der Verein ein Sommertrainingslager angeboten. „Das wurde so gut angenommen, dass es in diesem Jahr wieder auf dem Programm steht. In der letzten Sommer-Ferienwoche laden wir dazu ein“, versichert der Jugendobmann. Beim WSG segeln zurzeit 19 aktive Jungen und Mädchen.

Auch beim Segelverein Güstrow wird in Sachen Kinder- und Jugendarbeit neu durchgestartet. Nach den Vorstandsneuwahlen 2015 umfasst die Einsteigerklasse „Optimist“ schon ein Dutzend Kinder, die das Segeln erlernen wollen. „Ich finde besonders gut, dass alle drei Güstrower Vereine dieses Kentertraining gemeinsam absolvieren. Das zeigt, dass wir eine große Seglerfamilie sind“, freute sich Vereinschef Christoph Erle.

In Sachen Kinder- und Jugendarbeit sind die Vereine tatsächlich zusammengerückt. So werden 2017 erstmals die Nachwuchssportler aller drei Vereine ihr Training gemeinsam gestalten. Immer mittwochs und freitags wird das künftig sein. „Ziel ist, den Segelsport in der Zukunft in einem Verein in Güstrow anzubieten, so wie das in anderen Städten auch schon gemacht wird“, blickt Ludger Wetzke voraus und sieht den Zusammenschluss der Fußballer als Vorbild.

Aber erst einmal fiebern alle dem Saisonbeginn am 1. April entgegen, wenn die Boote wieder ausgesetzt werden. Denn obwohl die jungen Sportler beim Kentern, Wettpaddeln und –schwimmen viel Spaß in der „Oase“ hatten, waren sich doch alle einig: Segeln auf dem Inselsee ist viel schöner.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen