zur Navigation springen
Güstrower Anzeiger

22. November 2017 | 10:33 Uhr

Ehrensache : Richtige Entscheidungen tun gut

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Ehrensache“:Christel Hacker aus Zehna bringt sich und ihre Kenntnisse seit Jahren in der Gemeindevertretung ein

Christel Hacker (60) aus Zehna ist seit der Wende in der Gemeindevertretung aktiv. Die Bauingenieurin engagiert sich aber nicht nur aufgrund ihrer Kenntnisse ehrenamtlich für die Gemeinde. „Es interessiert mich, was im Dorf passiert und arbeite auch darum gern mit“, sagt die 60-Jährige.

Wenn man nichts bewegt, dann bewegt sich auch nichts, denkt Christel Hacker. So empfindet sie es als selbstverständlich sich einzubringen und mitzuarbeiten. Man könne natürlich meckern und selbst nichts tun, doch das ist nichts für sie. „Durch meine Mitarbeit kenne ich die Zusammenhänge und weiß, warum etwas nicht gemacht werden kann und kann dann im Gespräch mit Bürgern gut argumentieren“, sagt Christel Hacker.

Gleich nach der Wende, so erinnert sich die Zehnaerin, habe es fast jeden Monat eine Sitzung gegeben. Der zeitliche Aufwand sei groß, aber notwendig gewesen. Im Ausschuss für Bau, Umwelt und Verkehr konnte sie einiges bewegen. Insbesondere begleitete Christel Hacker die Bautätigkeiten im Zuge des Flurneuordnungsverfahrens. Aus der Baubranche kommend, wusste sie genau, worauf es ankommt.

Christel Hacker absolvierte eine Ausbildung zum Maurer mit Abitur und hängte dann ein Studium zum Bauingenieur in Wismar an. Als Bauleiter war sie bis zur Wende in der LPG Bellin tätig. Danach arbeitete sie zehn Jahre lang als rechte Hand ihres Mannes Lothar in dessen Baufirma mit. Heute ist die 60-Jährige als Verkäuferin in Dobbertin tätig. „Ich brauche den Umgang mit Menschen und die Arbeit macht mir Spaß“, sagt sie. Viel Zeit für Hobbys bliebe nicht. Der Garten will bearbeitet werden und eigentlich liest Christel Hacker auch gern. Dies muss nun meist bis zum Urlaub warten. Früher habe die zweifache Mutter auch gestrickt und Briefmarken gesammelt – Vergangenheit.

Wichtig ist Christel Hacker der Zusammenhalt in der Gemeinde. „Es ist schön, wenn viele mithelfen, dass wir beispielsweise am 1. Mai gemeinsam feiern können“, betont sie. Die Feuerwehr holt dann einen Maibaum, die Kinder schmücken ihn und während die Mitglieder des Angelvereins Fisch räuchern, backen die Muttis der Schulkinder den Kuchen. So soll es sein und so funktioniere es auch beim Weihnachtsmarkt am ersten Sonnabend im Dezember.

Besonders froh ist Christel Hacker, wenn sie für ihr Dorf eine gute Entscheidung mit fällen kann. Ein Beispiel sei der Verkauf von zwei Wohnblöcken. „So können wir einen Teil unserer Schulden abbauen“, sagt sie. Leicht sei es nicht immer die richtige Entscheidung in der Gemeindevertretung zu treffen. Dennoch wird sich Christel Hacker mit allen anderen Gemeindevertretern noch eine weitere Legislaturperiode für die Belange der Bürger einsetzen.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen