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Badesaison : Retter in Startlöchern, Boote bald im Wasser

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die Vorbereitungen auf die neue Saison am Güstrower Inselsee laufen auf vollen Touren

Noch gehört den Graugänsen das Terrain um Liegewiese und Badebereich am Güstrower Inselsee. Für Sonnenanbeter ist das Wetter zu unbeständig, das Wasser zu kalt. Aber hinter den Kulissen wird fleißig an der Vorbereitung der neuen Saison gearbeitet.


Floßbau bei Kindern stark nachgefragt


So bat Sven-Erik Muskulus vom Touristik-Unternehmen „Wanderer“ seine sieben Mitarbeiter jetzt zu einer Arbeitsschutzbelehrung an den Inselsee. In Rostock, Linstow und Güstrow unterhält das Unternehmen feste Standorte. Für den Bootsverleih am Inselsee ist Jörg Bußmann zuständig. Er überprüfte die zehn Tret- und vier Ruderboote und diversen Kajaks, die er demnächst zu Wasser lassen will. Besonders nachgefragt werde der Floßbau. Dafür stehen Bußmann zwei Bausätze zur Verfügung, aus denen Kindergruppen ein Floß zaubern, damit auf dem Wasser fahren und anschließend wieder demontieren. „Dabei ist viel Teamarbeit gefragt und das kommt gut an“, versichert Bußmann, der in den nächsten Tagen mit ersten Kunden am Bootsverleih rechnet.

In der neuen Saison bereits im Einsatz war der Kutter „Hermann Schröder“. Das Chartergeschäft für die Kutter sei ähnlich wie im vergangenen Jahr geplant, lässt Muskulus wissen. Mit dem „Burgwall“, den der Verein Wasser in Güstrow über den Winter flott gemacht hat, steht wieder ein zweites Boot zur Verfügung. Nur im Linienverkehr gibt es eine Änderung. „Nach den Erfahrungen des vergangenen Jahres bieten wir feste Zeiten nur über die Sommerferien an“, sagt der Unternehmer.


Noch gesucht: mehr Rettungsschwimmer


Auch Christian Möller sieht in diesen Tagen am Inselsee nach dem Rechten. Der 73-Jährige ist für den Einsatz der DRK-Wasserwacht zuständig. Außer am Inselsee verrichten die Rettungsschwimmer ihren Dienst an den Badestellen in Bützow und in Krakow am See. Für Güstrow haben sich bis jetzt 21 Freiwillige gemeldet. „Das ist noch zu wenig. Besonders vor und nach den Sommerferien treten immer personelle Engpässe auf“, sagt Möller. Die Rettungsschwimmer haben sich über den Winter mit Lehrgängen im DRK-Bildungszentrum Teterow und mit Trainingseinheiten in der Oase fit gehalten. Angenommen wurde auch das neue, im Zug der Baumaßnahmen zur „Erlebnisvielfalt Inselsee“ geschaffene Domizil der Wasserwacht. „Die Stadt hat versprochen, noch einige Äste zu entfernen, damit wir einen freien Blick auf die Badestelle haben“, sagt Möller.

Während in Bützow schon der Saisonstart erfolgte, werden die Rettungsschwimmer in Güstrow erstmals am 18. Mai im Einsatz sein. Bereits in Kraft getreten seit dem 1. Mai ist das neue Rettungsgesetz in Mecklenburg-Vorpommern. „Es sieht vor, dass Einrichtungen wie die Wasserwacht ihre Rettungseinsätze mit den Krankenkassen abrechnen können. Dafür haben wir lange gekämpft“, sagt Möller und verweist auf hohe Aufwendungen, die die Wasserwacht für Lehrgänge und materielle Ausstattung erbringen muss.

Gesichert für die neue Saison ist auch die gastronomische Versorgung am Inselsee. Der Kiosk am Strandhaus sei bereits im vergangenen Jahr gut angenommen worden, bilanziert Gastronom Erich-Alexander Hinz.

 




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