Güstrow : „Retrospective“ in der Wollhalle Güstrow

Claus Müller-Schloen zeigt bis 20. Februar Gemälde, Steindrucke, Kupferstiche und Radierungen

svz.de von
10. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Claus Müller-Schloens „Retrospective“ wurde Sonnabend in der Städtischen Galerie Wollhalle Güstrow als letzte Ausstellung in diesem Jahr eröffnet. Bis zum 20. Februar ist sie zu sehen. Müller-Schloen hat sich damit ein Geschenk zu seiem 60. Geburtstag gemacht und er resümiert mit der Exposition drei Jahrzehnte seiner Arbeit.

Er beschenkt damit aber gleichzeitig auch die Besucher, denn die sehen Gemälde des gebürtigen Leipzigers sowie Arbeiten in der Steindruck- und Kupferstichtechnik sowie Radierungen. Mit der Betonung des Künstlers in der Zeit der neuen Medien auf – handgemacht. Davon konnten sich die Gäste bei der Eröffnung überzeugen, denn Claus Müller-Schloen ließ einen Blick hinter die Kulissen seiner Arbeit zu, erzählte wie seine Gemälde entstehen und wie er die Technik meistert. Dabei gab er einige Details preis, die Staunen hervorriefen, besonders was den Kupferstich betrifft. „Für den Kupferstich „Hünengrab V“ – in einer Vitrine zu sehen – investierte er z.B. über 200 Stunden reine Stichzeit. „Dafür braucht man schon Sitzfleisch und Zeit“, erzählte er im SVZ-Gespräch. Die würden und könnten sich allerdings immer weniger Künstler nehmen. Müller-Schloen: „Deshalb finden deutsche Kupferstecher auch heute an einem Kneipentisch Platz.“ In Mecklenburg-Vorpommern ist er der einzige Kupferstecher. Er lebt in Schloen bei Waren/Müritz. Den Ortsnamen hat er sich als Teil 2 seines Namens zugelegt, denn Müllers gibt es zu viele. Und er will und muss bekannt sein, weil er seine Arbeiten zum Leben verkaufen muss. In Güstrow reicht die Palette von 25 bis 7500 Euro.

Claus Müller-Schloen wählte für die Ausstellung ein breites Spektrum aus, von großformatigen Leinwandgemälden bis zu Briefmarken großen Exlibris. Was er zeigt sind generell Fantasiewelten, meistens in Landschaften. „Was ich auf die Leinwand oder aufs Blatt oder die Platte bringe, entsteht durch Zufall und während ich arbeite“, erklärt er. Deshalb kommen die meisten Arbeiten wie ein Traum, wie ein Rätsel und mystisch daher. Vieles erinnert dabei auch an die „Alten Meister“, ohne zu kopieren. Für ihn sind das Experimente, mit denen er eine Teil seines Stils gefunden hat.

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