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Güstrow : Restaurierung: Ein neuer Eingang für Güstrows Dom

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Der letzte Abschnitt steht noch aus – sobald die Fördermittelzusage da ist, soll es im Westteil der Kirche losgehen.

von
erstellt am 30.Aug.2017 | 05:44 Uhr

Eigentlich sollte der letzte Abschnitt der Restaurierungen schon abgeschlossen sein – doch noch fehlen die Fördermittelbescheide für den Schlussakkord der Arbeiten im Westteil des Güstrower Doms. Nachdem in den vergangenen Jahren nun bereits die gesamte Außenhaut und das Dachtragwerk des Doms saniert sowie die innere Raumschale restauriert wurde, fehlt in gewisser Hinsicht nun das i-Tüpfelchen: Die Verlegung des Haupteingangs in den Westen des sakralen Baus. Damit soll die ursprüngliche Ausrichtung des Doms von West nach Ost ermöglicht werden.

„Eigentlich betritt man Kirchen stets im Westen. Bei uns war das sehr lange nicht der Fall. Heute beobachte ich häufig Gäste, die den richtigen Eingang suchen“, beschreibt Dompastor Christian Höser, der sich auf den Moment freut, wenn die Besucher wieder durch das ursprüngliche Portal in den Dom eintreten – mit direktem Blick auf den Altar. „Das ist der schönste Blick in den Dom“, schwärmt Höser. Für die Umgestaltung des gotischen Portals habe es eine Ausschreibung mit drei Vorschlägen gegeben. Das Architektenbüro Johannsen und Partner aus Hamburg habe sich schließlich durchgesetzt. „Die haben auch schon die vorangegangenen Sanierungen und Restaurierungen begleitet und hatten einfach eine tolle Idee“, erklärt der Pastor. Diese sieht vor, dass die beiden Holztüren, aus der Zeit der letzten großen Restaurierung (1864-68), erhalten bleiben und geöffnet werden. Zusätzlich werden zwei Glastüren sowie ein gläserner Windfang installiert.

„So gelangt mehr Licht in den Eingangsbereich und wir öffnen unsere Kirche auch optisch“, sagt Höser und fügt hinzu: „Insbesondere die Menschen, die sich nicht gleich trauen einzutreten, erhalten so einen Einblick in den Dom.“ Außerdem soll der neue Eingang barrierefrei gestaltet werden, denn noch bildet eine 18 Zentimeter hohe Stufe eine Hürde, die weichen soll. „Damit verbunden ist natürlich auch, dass der Büchertisch unserer Domwache in den Westteil verlegt wird – hier soll aber endlich auch ein richtiger Tresen entstehen“, verrät Christian Höser. Perspektivisch wünscht sich der Dompastor auch eine Umgestaltung des Außenbereiches, der wegweisender werden soll. „Ein halbrund angelegtes strahlenförmiges Pflaster könnte ich mir vorstellen“, sagt er weiter.

Neben der umfangreichen Umgestaltung des Eingangsportals, wird auch das Gewölbe im Westteil des Bauwerks restauriert. Seit Juli ist die Lütkemüller-Orgel (1868) zu diesem Zweck inzwischen abgebaut. „Auch die Orgel wird gereinigt und überholt“, sagt Christian Höser, der weiß, dass dies zuletzt vor 30 Jahren gemacht wurde. „Turnusmäßig ist sie also ohnehin an der Reihe und nach den Bauarbeiten, bei denen sie viel Staub ausgesetzt war, ist das auch nötig“, betont der Pastor. Diese ehrgeizigen Pläne werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Domgemeinde hofft indes auf eine baldige Zusage der Fördermittel und die Fertigstellung der geplanten Arbeiten bis zur Touristensaison 2018.

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